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07.10.2012 14:57 Alter: 10 Monat(e)
Kategorien: Lebensstil

Rezepte für kalte Tage


© Dörthe Krohn

Wenn auf dem Wochenmarkt Astern, Chrysanthemen und Erika leuchten, liegen die ersten Herbst- und Wintergemüse auf den Nachbarständen aus. Manche Sorten brauchen allerdings erst Frost, um ihre ganzen Aromen zu entfalten. Die Idee, eine Kürbissuppe zu kochen, fällt vielen noch ein, aber was kann man aus Sellerie zubereiten, außer Gemüsesuppe, was ist eine Pastinake überhaupt und ist Topinambur nicht eine Sonnenblumenart? Anna Rogge verbindet in ihrem Kochbuch „Herbst- und Wintergemüse“ ihre Leidenschaften Kochen mit regionalen Produkten und Fotografie. „Trauen Sie sich“, schreibt sie und preist das Kochen von Rüben an. Die ätherischen Öle der Rüben sollen vor Erkältungen schützen. Die kleinsten sind die besten, denn Rüben neigen dazu, holzig zu werden. Karamellisierte Steckrüben oder Goldrübchen-Minestrone bietet die Autorin beispielsweise als Rezepte an. Passend zum diesjährigen Buchmesse-Gastland ist das Röstgemüse auf neuseeländische Art sicher eine Versuchung wert, in dem u.a. Nevettenrübchen, Goldrübchen und Pastinaken verarbeitet werden. Diesem kann bei Bedarf gebratenes Lammfleisch beigelegt werden.

Anstatt eines Kartoffelgratins ist Topinamburgratin eine Alternative. Die Knolle der leuchten Sonnenblumenart  hat einen süßlich-nussigen Geschmack. Pastinaken bleiben den ganzen Winter über in der Erde und werden stets frisch geerntet. Wenn man welche mit Kraut bekommt, kann man daraus leicht ein grünes Öl herstellen, das Salate und Suppen verfeinert. Ohne das Kraut wird die Pastinake z. B. mit einer Honig-Cashew-Kruste veredelt.
Ob Rote Beete, diverse Kohlsorten oder Wintersalate, auch im Herbst und Winter halten frische Gemüse und ihre vielseitige Zubereitung die Stimmung hoch.

In derselben Reihe des KOSMOS-Verlags erscheint auch das Biokisten-Kochbuch von Cornelia Schinharl, das Anfang November als E-Book herauskommen soll. Es wurde 2011 ausgezeichnet mit der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschland (GAD). Wer sich Woche für Woche eine Abo-Kiste regionaler und damit saisonaler Bio-Gemüsesorten anliefern lässt, steht manchmal vor dem Problem, nicht zu wissen, was mit dem knackig-frischen Segen der Natur anzufangen ist: Schwarzwurzeln, Petersilienwurzeln, gelbe Möhren oder Mangold können aber ganz unkompliziert zu kreativen Gerichten verarbeitet werden. Manche von Cornelia Schinharls Kochbüchern sind aufgrund ihres Schreib- und Erzählstils Bestseller geworden. „Fein gebacken“ (zusammen mit Christa Schmedes), „Gut gekocht“ (beide ebenfalls ausgezeichnet) und „Vegetarisch gut gekocht“ sind Grundkochbücher aus ihrer Feder.

Anna Rogge: Herbst- und Wintergemüse, 2012, ISBN 978-3-440-13287-6

Cornelia Schinharl: Biokisten-Kochbuch, 2011 (E-Book Nov. 2012), ISBN: 978-3-440-12248-8

Text: Dörthe Krohn

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