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06.07.2013 00:00 Alter: 6 Monat(e)
Kategorien: Lebensstil

Moderner Weitblick trifft auf Stadtgarten-Idylle und Freizeitspaß


Im Hafenpark macht das Skaten und Biken besonders viel Spaß. © Silvie Gerganow

Endlich ist er da: der Sommer. Und was kann man da alles Schönes unternehmen? Sonnen in einem Café, Cocktails schlürfen in einem Beachclub, baden im See, Eis essen, grillen, joggen am Main? Das sind nur einige Möglichkeiten, um die wärmste Zeit des Jahres zu einem puren Vergnügen zu machen. Wie wäre es denn mit ein wenig Abwechslung? Besuchen Sie doch einmal einen Ort, von dem Sie nicht wussten, welch Potenzial und Vielfalt in ihm steckt.

Die meisten Menschen im Rhein-Main-Gebiet verbinden mit dem Frankfurter Ostend die Hanauer Landstraße. Das verwundert nicht, denn sie ist zum Großteil mit Autohäusern, Gastronomie und Einrichtungsgeschäften bestückt. Gerade samstags ist dort ordentlich was los. Viele Familien nutzen diesen Tag, um sich gemeinsam über die aktuellen Fahrzeugmodelle zu informieren oder eine Entscheidung über neue Anschaffungen zu treffen. Und da sich ein Verkaufsraum an den nächsten reiht wie Perlen an eine Schnur, kann solch ein Familienausflug durchaus einen ganzen Tag dauern und am Ende zu gestressten Eltern und genervten Kindern führen. Doch dieses Szenario muss nicht zum Standard werden, denn nur einen Katzensprung von der Hanauer Landstraße entfernt, entwickelt sich der Hafenpark. Im Moment wird zwar noch an manchen Stellen gebaut, aber die 40.000 Quadratmeter große Erlebnisfläche zwischen Deutschherrn- und Honsellbrücke nimmt immer mehr Form an. Das Sport- und Freizeitareal fernab des hektischen Straßenverkehrs soll Ruhezone im Grünen und zugleich ein Ort der Bewegung und Aktivität für Jung und Alt sein. Schon jetzt wimmelt es von Skatern, Inline-Fahrern und BMX-Bikern auf der extra für sie eingerichteten Anlage. Direkt daneben laden verschiedene Sportfelder zum Fußball-, Volleyball- und Basketballspielen ein. Komplettiert wird das Sportband durch Klettermodule und einen Fitnessbereich, in dem Schautafeln die Übungen an den einzelnen Geräten erklären. Damit kann das Quartett Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft und Koordination je nach Lust und Bedarf trainiert werden.

An den Fitnessgeräten kann man Kraft, Koordination und Beweglichkeit verbessern. Foto: Silvie Gerganow

Und das Beste: Der Hafenpark ist für jedermann frei zugänglich, die Sportangebote sind bereits jetzt kostenlos nutzbar. In ein paar Monaten soll der Erholungsbereich des Parks angelegt werden. Dazu sind unterschiedlich hoch bepflanzte Plateaus sowie Wiesen- und Rasenflächen vorgesehen. Den kleinen Hunger zwischendurch stillen soll eine Gastronomie in den Brückenbögen der Honsellbrücke, die gerade saniert wird.

Ebenfalls in Planung befindet sich das Einkaufszentrum „Mainsquare“ auf dem nördlichen Honsell-Dreieick. Hier finden Ausflügler dann auf 82.000 Quadratmetern verteilt Geschäfte, ein Stadtteilkino, ein Hotel, Gastronomie, Büros und Parkplätze.

Der Stadtgarten macht aus Tristesse einen lebendigen Treff. © Silvie Gerganow

Apropos Parkplätze: Die gab es am schmucklosen Danziger Platz in direkter Nachbarschaft zum Ostbahnhof zu genüge, doch Abgase, Staub und Dreck weichen nun vorerst jungen Pflanzen. Der Grund ist ein ambitioniertes Gartenprojekt. Hier spielen nicht nur selbst angebautes Gemüse, Kräuter und Salat eine Rolle, dieses Kleinod will Treffpunkt von Menschen sein, die Freude am Gärtnern haben. Unabhängig davon ob sie jung oder alt sind, ob reich oder arm, ob zugezogen oder längst verwurzelt. Jeder, der möchte, kann säen, wässern und ernten.

 

 

Gemüse, Kräuter und Salat gedeihen hier. © Silvie Gerganow

 

Zusammenrücken ist das nächste Stichwort, das kann man nämlich sehr gut an der Ruhrorter Werft. Wer im „Oosten“ seine Seele baumeln oder seinen Gaumen verwöhnen lässt, der kommt nicht umhin, seinen Blick auf die Frankfurter Skyline, den Main und den Neubau der Europäischen Zentralbank zu richten. Er ragt imposant in den Himmel, der Nordturm misst satte 185 Meter. Zusammen mit einer begehbaren Antenne wird bald eine Gesamthöhe von 202 Metern erreicht sein.

Neben der denkmalgeschützten ehemaligen Großmarkthalle, in die eine Besucherplattform, Mitarbeiterkantine und ein Presse- und Konferenzbereich einziehen werden, sollen die beiden neuen Türme die Arbeitsstätten der 2.300 Mitarbeiter beherbergen. Der Umzug der EZB-Mannschaft ist fürs Frühjahr 2014 geplant. Der Blick vom „Oosten“ ist atemberaubend. © Silvie Gerganow


Der Neubau der Europäischen Zentralbank zieht alle Blicke im Ostend auf sich. © Silvie Gerganow

 

 

 

 

 

 

 

Die Investitionsvorstellung betrug am Anfang des Bauvorhabens 500 Millionen Euro. Aufgrund von Preissteigerungen und zusätzlichen Verstärkungen bei der denkmalgeschützten Großmarkthalle klettern die Kosten nun vermutlich auf 1,2 Milliarden Euro. Bei dieser Summe kann einem schon ‘mal schwindelig werden.

Rudern auf dem Main macht Riesenspaß und von außen betrachtet ist es eine Augenweide. © Silvie Gerganow

Mit Graffiti-Kunst machen Künstler ihrem Verdruss über die EZB Luft. © Silvie Gerganow

 

Ums Gleichgewicht dreht es sich auch bei einer Sportart, die sich wunderbar auf dem Main ausüben lässt: das Rudern. Verschiedene Vereine bieten regelmäßig Schnupperkurse an, damit man seine Geschicklichkeit, Boottauglichkeit und Freude am Rudern testen kann. Wer in den Abendstunden auf den Main blickt, kann zahlreichen Athleten in Zweiern, Vierern und Achtern beim Trainieren zusehen.

Wer sich nicht in die Riemen legen möchte und wem Selbstertüchtigung zu anstrengend ist, der kann an der Schiffsanlegestelle Gerbermühle oder Eiserner Steg in ein größeres Boot einsteigen, Platz nehmen und sich Frankfurt und Umgebung vom Main aus betrachten.

 
Das Ostend ist ein Stadtviertel im Umbruch. Es pulsiert, putzt sich heraus, schafft neue Flächen und Angebote. Dadurch wird es immer beliebter. Kreative, Familien und Gutverdiener machen das spannende Gebiet vermehrt zu ihrem neuen Zuhause. Machen Sie das Ostend zu Ihrem nächsten Ausflugsziel.

Text und Fotos: Silvie Gerganow


Weitere Informationen:

Alles rund ums Ostend: www.main-frankfurter-osten.de

Alles rund um den Stadtgarten: www.frankfurter-garten.de

Ausblick-Tipp: Einen besonders schönen Blick auf die Skyline und den EZB-Neubau hat man von der Deutschherrnbrücke.

Schiffsausflüge auf Main und Rhein: www.primus-linie.de

siehe auch reinMein-Artikel: Deutschlands größten Skatepark "lesen"

 


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