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So wird das Mauerblümchen wieder zum Prunkstück >
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11.02.2011 00:02 Alter: 12 Monat(e)
Kategorien: Lebensstil

Die Form bewahren und Farbe bekennen zum Valentinstag?


© IZB

© OxfamUnverpackt

Tag der Jugend, der Familie, der Liebenden und des Blumenschenkens. Pralinen in herzförmiger Verpackung? Nicht für Kalorienbewusste wie mich :-). Und wenn ich überhaupt jemandem Blumen schenke, dann selbstredend fair gehandelte. Aber aufgrund des Anlasses, den ich spätestens seit Geburt meines Sohnes namens V. nicht mehr ignorieren kann, habe ich mich mal auf die Suche begeben und ein paar alternative Liebesbeweise aufgetan.

Wie wäre es, einen Baum zu verschenken anstatt Rosen, die schließlich irgendwann ihre prächtigen Köpfe hängen lassen? Der BUND schlägt eine Patenschaft für einen Alleebaum vor. Ab 3 Euro monatlich oder einmalig 60 Euro kann ich als Patin oder Pate oder aber eben Patenschafts-Verschenkerin die Erhaltung der Alleen in Deutschland unterstützen.

Saatgut für Bananenbäume bietet Oxfam an. „Für alle, denen nicht alles Banane ist“, na bitte. Aber auch hier kann ich den Bananenbaum nicht in meiner Wohnung großziehen. Für 18 Euro gibt es für die- oder denjenigen Beschenkte/n eine Karte mit der Info: Durch den Anbau von Nutzpflanzen, die den veränderten klimatischen Bedingungen besser angepasst sind, können die Menschen im Südwesten Sambias ihre Ernten sichern und sich vor Hungersnöten schützen. Dazu gehören Bananen, die widerstandsfähiger gegenüber Naturkatastrophen wie Fluten und Dürren sind als der häufig angebaute Mais. Auf OxfamUnverpackt.de gibt es viele weitere originelle Charity-Geschenkideen. Das Valentinstagspecial: „Ziegen zum Verlieben“. Um von Kindern geführte Haushalte und alleinerziehende Mütter in Simbabwe zu unterstützen, stellen Oxfams Partnerorganisationen Ziegen bereit. Der Nachwuchs, den ein Ziegenpärchen produziert, wächst mit der Zeit zu einer Herde, die einer Familie den Lebensunterhalt sichern kann.

Wie sieht es aus mit etwas zum Anfassen: ein bedrucktes oder bemaltes Bio-Baumwoll-Shirt oder ein Lieblingsfoto auf einem Portmonee oder auf einer Kaffeetasse? Ein wohnraumtaugliches Bäumchen mit bunten Schriftbändern an den Zweigen auf denen steht, was ich an dir liebe und schätze?

Oder ein Wellness-Wochenende, beispielsweise in den „Weyberhöfen“ in Sailauf bei Aschaffenburg. Ein gemeinsamer Ausflug, das ist es. Gemeinsam eine gute Zeit verbringen. Davon haben alle etwas, ob groß oder klein, frisch verliebt oder gerade geschieden, Freundinnen und Freunde, Verwandte, wem immer ich mich mit Liebe verbunden fühle und besonders zuwenden möchten. Vielleicht zur Abwechslung ich mich mir selber?

Warum Valentinstag? Es scheint mehrere Legenden zu geben.

Bischof (vielleicht auch Priester oder Mönch, je nach angeschauter Quelle)  Valentin von Terni soll am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein, weil er trotz Verbotes im Römischen Reich Verliebte christlich traute. Seit der Reform des römischen Generalkalenders 1970 und der Reform des Regionalkalenders für das deutsche Sprachgebiet 1972 gibt es aber den Tag des Heiligen Valentin, Schutzpatron der Menschen mit Epilepsie, nicht mehr. Valentinsreliquien werden in der Liebfrauenkirche zu Worms und in der Pfarrkirche Kiedrich im Rheingau verwahrt. Ganz sicher lohnt sich ein Besuch dieser beiden Gedenkorte, vor allem am 14. Februar.  

Ebenfalls mit dem Tag in Verbindung gebracht wird Juno. In der römischen Mythologie, ist sie die Königin der Götter, die Gattin und Schwester des Gottes Jupiter. Sie galt als die Beschützerin der Frauen und ist die lateinische Entsprechung der griechischen Königin der Götter, Hera. Sie herrschte über das Heiraten, unterstützte die Frauen bei der Geburt ihrer Kinder und war besondere Ratgeberin und Beschützerin des römischen Staates. Mag sein, dass ihr zum Reinigungs- und Fruchtbarkeitsfest Lupercalia am 15. Februar (an andere Stelle steht 14. Februar) Blumen geschenkt wurden. „Die altertümlichen, in Rom bis in die Spätantike gepflegten Gebräuche der Lupercalien deuten auf Sühnung und Befruchtung des Landes, der Stadt, ihrer Einwohner und ihrer Herden hin“, weiß Wikipedia. Warum also nicht auch der Beschützerin des römischen Staates Juno am eigentlichen Tag des Herdengottes Faunus (Lupercus) mit Blumen huldigen? Junos eigenes Fest war das Matronalia (Frau) am 1. März. Sympathische Herleitung.

Vielliebchentag wurde er im Spätmittelalter in Deutschland genannt. Das ist doch nett – von viel (viele) lieben? In England schickt man sich am 14. Februar anonyme Valentine Greetings, die meist aus vierzeiligen Liebesgedichten und anderen Liebeszeichen bestehen. Zeitgemäß würde ich dem ein OxfamUnverpackt-Geschenk oder eine Urkunde über die Patenschaft eines Alleebaumes hinzufügen.

Happy Valentine wünscht
Dörthe Krohn


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