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16.05.2011 21:12 Alter: 11 Monat(e)
Kategorien: Lebensstil

Das Jerome lebt das Motto "Kultur trifft Sinnlichkeit"


Highheels auf dem Tresen verkörpern laszive Sinnlichkeit, © Sonja Lehnert

Highheels auf dem Tresen verkörpern laszive Sinnlichkeit, © Sonja Lehnert

Die Bar im Kellerlokal ist Mittel- und Treffpunkt mit einem exklusiven Getränkeangebot, © Sonja Lehnert

Die Bar im Kellerlokal ist Mittel- und Treffpunkt mit einem exklusiven Getränkeangebot, © Sonja Lehnert

Am Wochenende wird der Dancefloor zur Spielwiese der Elektromusik, © Sonja Lehnert

Am Wochenende wird der Dancefloor zur Spielwiese der Elektromusik, © Sonja Lehnert

Neuer Club in Frankfurts Osten sorgt mit seinem außergewöhnlichen Konzept für Diskussionsstoff. Stilvolle Drinks, Clubatmosphäre, Nostalgie, als das Aquarius hier in den 70er Jahre der In-Treffpunkt war und laszive Erotik mischen sich zum Programm, hinter dem ein durchdachtes Konzept steht.

Man steigt eine Treppe im Wohngebiet hinter dem Steigenberger Hotel, Lange Straße, hinunter und hinunter und hinunter und kommt an am langen Tresen, hinter dem sich in wohl sortierten Regalen die besten Grundlagen für einen Abend mit coolen Drinks aneinander reihen. Die Theke glitzert in edlem schwarzen Marmor mit goldenem Glimmer, ebenso edel, mit einem Hauch Verruchtheit, die Highheels am Thekenende.

Links geht es über in das Reich für Kleinkunst, Stammtische, Gespräche und alles, was sich vor einer Bühne, die ebenfalls vorhanden ist, abspielt. Wie es sich für einen Club gehört, gibt es natürlich auch einen Dancefloor. In kühles Blau getaucht oder in alle Regenbogenfarben, die die Lichttechnik hergibt.
Die Clubbewertung sagt: einladende Atmosphäre mit viel Potenzial zum Bleiben und Ambitionen, zum Lieblingsfeierabendtreff zu werden.
Wenn da nicht noch das wechselnde Programm wäre, das die Stirn zum Runzeln bringt und Fragezeichen in die Augen schreibt, denn so etwas hat Frankfurt noch nicht gesehen.

Das, was auch die Homepage www.jerome-ffm.de ankündigt, wird hier im Jerome lebendig: Clubszene trifft Lack-, Leder- und Fetisch-Szene. Die Betreiberin und Mitbegründerin Heidrun Müller ist Diplom-Pädagogin und Sexualtherapeutin, die sich aus eigener Lebenserfahrung in vielen Szenen auskennt, selbst in polygamer Beziehung lebt und eigentlich früher einen reinen Szenetreffpunkt bieten wollte. Bis sie, wie viele andere auch, und wie sie sagt, „die Nase voll hatte von diesem ganzen Szeneabgrenzungsgedöhns“, ein neues Konzept, passend zum angebotenen Kellerlokal, entwickelte. Nämlich das „Anderssein“ der Erotik aus dem Verschwiegenen holen und Berührungsängste abbauen – auf beiden Seiten.

„Viele Szenegänger wollen unter sich bleiben. Das ist ja auch okay. Dafür gibt es die geschlossenen Clubs. Aber wir wollen mit dem Jerome die Kluft mit Hilfe von Kultur schließen“, erklärt sie. Deshalb gibt es ein wechselndes Programm mit Lesungen, Musik (auch für die Elektro-Fans), Nightclubbing, eine offene Bühne, auf der sich Künstlerinnen und Künstler jeden Genres tummeln können und vor Publikum vielleicht ihre ersten Schritte auf der Bühne wagen. Es gibt auch geschlossene Gesellschaften, die der Szene vorbehalten sind, aber auch Stammtische, die sich auf einen Drink zum Gespräch treffen.

„Mir sind die Gespräche ganz wichtig,“ beschreibt Heidrun Müller ihre Arbeit, „ob das jetzt in einem Therapiegespräch oder beim Gespräch hier bei meiner Clubarbeit ist. Es ist wichtig, zu reden und zuzuhören. Besonders liegt es mir am Herzen, Vereinsamung durch das Anderssein aufzulösen. Viele haben sich mit der Wahl ihrer Lebens- und Beziehungsmodelle in die virtuelle Welt zurückgezogen und finden nicht mehr in die Realität zurück.“ In ihrem Flyer zur Beratung, Begleitung und Coaching ist zu lesen: „Jeder Mensch hat das Recht zwischen einer Vielfalt von gleichwertigen Lebens- und Beziehungsmodellen frei und eigenverantwortlich für sich wählen zu können. Aus dieser Wahl dürfen weder ihm noch einem anderen Menschen gravierende psychische, soziale, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder sonstige Vor- oder Nachteile entstehen.“

Das Jerome hat alle Voraussetzungen, zu einem kulturellen Treffpunkt zu werden, der Anderssein nicht nur zulässt, sondern auch mit Niveau und Stil füllt. So dass sich jeder Gast wohl fühlt. Ob es nur auf einen Feierabendabsacker die Stufen hinunter geht, auf ein kurzes Innehalten zwischen Arbeitstag und Wohnzimmersofa, zum Kulturevent oder zur Partynight. Das Besondere dabei ist der Hauch von Erotik, der unterschwellig immer präsent ist – ob das die Highheels auf dem Tresen sind?

Der Club Jerome in der Schützenstrasse 10, 60311 Frankfurt am Main, Tel: 069/ 20 73 84 59, E-mail: jerome-ffm@gmx.de, www.jerome-ffm.de hat Mittwoch und Donnerstag ab 20 Uhr und Freitag und Samstag ab 21 Uhr geöffnet.

Auf der Internetseite stehen alle Neuigkeiten zum Programm. Im Mai gibt es noch viel davon:

Am 18.5.11, Mi 20 Uhr Die Frivolen, der offene sinnliche Mittwochs-Treff,
Die offene Bühne, Wörterkiste von und mit Heidrun Müller,
19.5.11, Do 20 Uhr Lacing Bar – Korsett trifft Cocktail,
20.5.11, Fr 21 Uhr Nightclubbing mit DJ Mr. Macintosh,
21.5.11, Sa 21 Uhr Nightclubbing mit DJ Lö, 

25.5.11, Mi 20 Uhr Die Frivolen, der offene sinnliche Mittwochs-Treff. Die offene Bühne,
26.5.11, Do 20 Uhr Offener Lyrik Stanmmtisch (öffentliche Veranstaltung),
FCN – Frankfurt City Nights mit DJ Lö, Einlass 20 Uhr,
27.5.11, Fr 21 Uhr Geschlossene Veranstaltung,
28.5.11, Sa 15 Uhr SpeedDating, 7 Frauen, 7 Männer, 7 Minuten
21 Uhr Joy and Pain – Geschlossene Gesellschaft.

Text: Sonja Lehnert

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