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01.07.2012 12:36 Alter: 353 Tag(e)
Kategorien: Kurzum

Zwei UNESCO-Welterbe-Flüsse, zwei Künstlerinnen


„Changing Dream Streams“ heißt die Ausstellung im Bingener Museum am Strom, die am 14. Juli eröffnet und bis 21. Oktober 2012 zu sehen sein wird. Zwei Künstlerinnen setzen sich mit zwei Welterbe-Flusslandschaften auseinander: Monika Kropshofer lebt und arbeitet im Rheintal und Elisabeth Bergner hat ihre Wurzeln in der Wachau. Entstanden sind so über 30 neue mittel- und großformatige Arbeiten zu Motiven aus beiden Landschaften, die miteinander und untereinander in Dialog treten. Exemplarisch stellen sie verschiedene Aspekte der typischen Architektur und der gestalteten Landschaft dar, wobei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser schon seit Jahrhunderten faszinierenden und weltberühmten Regionen erforscht und einander gegenübergestellt werden.

Elisabeth Bergner: ohne Titel. Wernerkapelle in Bacharach, 2011, 105 x 70 cm, Acryl auf Leinwand (Foto: Museum)Vor 13 Jahren haben die Künstlerinnen sich zufällig in Südfrankreich kennen gelernt. Obwohl sie sowohl in ihrer künstlerischen Arbeit als auch von ihrer persönlichen Entwicklung her aus verschiedenen Welten kommen, hat sich schnell eine Künstlerfreundschaft entwickelt: Es folgten gegenseitige Besuche, gemeinsames Arbeiten, u. a. in Frankreich, Deutschland und Österreich.

Beide arbeiten völlig unterschiedlich. Monika Kropshofer schafft durch Interventionen mit Techniken der Malerei/Zeichnung auf ihren eigenen Fotografien „virtuelle Installationen“, neue Realitäten durch subtile Verfremdungen und die Verflechtung von Abbild und Phantasie. Elisabeth Bergner reagiert auf die Fotografien und agiert, indem sie das Essentielle erspürt und dies mittels Form und Farben abstrahiert.

Monika Kropshofer: Ohne Titel. Wernerkapelle in Bacharach, 2011, 105 x 75 cm, Mischtechnik auf Digitaldruck (Foto: Museum)Die Idee zu diesem gemeinsamen Projekt haben die Künstlerinnen in den letzten 2 Jahren entwickelt. Das logistische Problem der räumlichen Trennung von ca. 900 km haben sie mit Engagement, Improvisation und Humor gemeistert. Sie haben sich gegenseitig die Landschaften, ihr jeweiliges Lebensumfeld, vorgestellt, sie zusammen erkundet. Das Ergebnis ihrer Auseinandersetzung - die Dialoge, z.B. zur Loreley, Wernerkapelle, zu den Flusstälern oder zum Stift Melk - wird nun in der Ausstellung präsentiert.

Zu der Ausstellung unter Schirmherrschaft des Regierungsbeauftragten für das Welterbe, Herrn Kulturstaatssekretär Schumacher, erscheint ein 84-seitiger Katalog.

Im Frühjahr 2013 wird die Ausstellung im Museum Krems in Niederösterreich gezeigt. Stationen an weiteren Welterbestätten sind in Planung.

Bilder:

oben: Elisabeth Bergner: ohne Titel. Wernerkapelle in Bacharach, 2011, 105 x 70 cm, Acryl auf Leinwand (Foto: Museum)

unten: Monika Kropshofer: Ohne Titel. Wernerkapelle in Bacharach, 2011, 105 x 75 cm, Mischtechnik auf Digitaldruck (Foto: Museum)

(pm)


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