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31.03.2015 14:34 Alter: 7 Monat(e)
Kategorien: Kultur

Ostermontag zum Katerfrühstück in die Denkbar

Am 6. April gibt es improvisierte Musik und Satire zum Frühstück. Seit Anfang Januar haben sich schon ein paar Mal Künstlerinnen, Künstler und Publikum zum Frühstücken, Musikmachen und kritischen Austauschen über die Zustände und Misstände in der Welt versammelt. Das "Katerfrühstück" soll ein regelmäßiges Format in der Frankfurter Denkbar werden.


© reinMein

Ostermontag gibt es ab 11 Uhr ein Frühstückbuffet zu einem Preis von 15 Euro pro Person und ab 12 Uhr kann es sein, dass sich der Tischnachbar mit seinem Saxophon erhebt, sofern man neben Musiker Bastian Fiebig sitzt, und zu einer Impro ansetzt. Oder Silvia Sauer überrascht mit einer Stimmjonglage. Sie gehört mit Micha Bartels (Akkordeon, Gesang, Melodika, Text), Günter Bozem (Schlagwerk, Text) und Micha Kasper (Bodrhán) zur Stammbesetzung des Katerfrühstücks, das nach Ostermontag auch für den 26. April (Sonntag), 25. Mai (Pfingstmontag) und 28. Juni (Sonntag) geplant ist. Darüber hinaus werden Gastkünstlerinnen und -künstler mit dabei sein wie die Chellistin Susanne Hirsch, Bassist Marc Inti oder Gitarrist Torsten de Winkel. Die Musikerinnen und Musiker entwickeln Improvisationen und stellen sich spontan aufeinander ein. Musikalische Unikate entstehen. Ebenfalls zum Ton des Katerfrühstücks gehört das Aufspießen kritikwürdiger Zeiterscheinungen – auch das ungeprobt und garantiert nicht einstudiert. Da wird beißend geätzt und wohl informiert gelästert. Anschließend verwandeln sich die Satiriker_innen wieder in Musiker_innen – nur eines ist sicher beim Katerfrühstück – man weiß nie was kommt.

Musik und Satire Eintritt frei. Die Gäste übernehmen gemeinsam die Kosten für die Frühstücke der Künstler_innen.

Anmeldung: info@denkbar-frankfurt.de
Ort: Denkbar, Spohrstraße 46a, 60318 Frankfurt am Main, Homepage: http://www.ifpp.info/denkbarfrankfurt/



Die Mitwirkenden

Micha Bartels
Bekannter als kulinarisches Urgestein des Nordends, ist Michael Bartels seit seinem Verzicht auf Musikstudium und Profikarriere vor fast 40 Jahren stets auch musikalisch aktiv geblieben. Im Akkordeon hat er sein Instrument gefunden – technisch richtig gut, entlockt er seinem Excelsior Kantilenen und Gefühlsausbrüche, die manchen Profi erblassen lassen. Die Spannweite reicht von der Musique Musette bis hin zu Piazzola, und manch zeitgenössische Popularmusik verträgt das Akkordeonarrangement über die Maßen gut. Spielt in der MHD–Band.

Günter Bozem
Studierte Drumset bei Peter Giger, Conga und lateinamerikanische Perkussion bei Dom um Romao, Tom Nicholas und Cid Freitas – alle ausgewachsene Koryphäen auf ihrem Gebiet. Unterrichtet inzwischen seit fast einem Vierteljahrhundert unter anderem am Peter Cornelius Konservatorium in Mainz. Sehr vielfältig sind seine musikalischen Projekte. Einen Namen hat er sich gemacht in seiner Zusammenarbeit mit zahlreichen Weltmusikgrößen.  Viele Engagements auch an Theatern – Schauspiel Frankfurt, Münchner Musical Theater, Burgfestspiele Bad Vilbel, Luisenburgfestspiele, um nur einige zu nennen. Arbeitete mit Emil Mangelsdorff, Steve Baker, Gunter Hampel, Alfred Harth, Ron Williams, Mikail Aslan – ein kleiner Ausschnitt. Spielt in der MHD-Band.

Micha Kasper
Die musikalische Entwicklung von der Blockflöte in der Grundschule, weiter mit dem Klavier, dann der Seitensprung zum Synthesizer fand ihren logischen (!?!) Abschluss endlich bei der Bodrhán. "Nirgendwo hat's so viel Klang per Kilogramm" – so das Fazit von Kasper. Er entlockt der irischen Felltrommel ein unglaubliches Spektrum von Tönen und Klängen – mit "Schlagzeug" im klassischen Sinne hat das nichts mehr zu tun. Unterwegs mit dem Duo "Ariadnes Beard", das sich mit Begeisterung dem irischen, schottischen, englischen und deutschen Folk widmet. Ob Mitsingballaden wie Loch Lomond, Kracher wie Whiskey in the Jar oder Songperlen wie Galway Shawl – es geht vielseitig zur Sache.

Silvia Sauer
Modern Jazz und improvisierte Musik bilden ab 1986 den Ausgangspunkt ihrer Stimmausbildung, die sie sich selbst hat angedeihen lassen – "learning by doing". 1987 mit dem Rothengrund Art Ensemble der Kontakt zum Modern Jazz . Mitte der Neunziger dann das metropolis-projekt, die Vertonung des gleichnamigen Stummfilmklassikers, mit dem sie dank des Goethe- Instituts viel von der Welt gesehen hat. Es folgten viele Projekte, in denen sie Schritt für Schritt ihre ganz eigene Stimmkunst herausbildete. Sie arbeitet mit einem Looper und erschafft mittels dieses kleinen Stücks Technik live auf der Bühne ihre Stimmwelten. Aktuelle Projekte: die Qsinen, solo: si°sa singer-song-loopings, Lieder mit Looper (demnächst).

Susanne Hirsch – ständiger Gast
Susanne Hirsch aus Hamburg cellierte zunächst vor allem klassisch, ehe sie sich über die Salonmusik (Ensemble Damenrausch) und ihr Frankfurter Caféhaustrio in andere musikalische Sparten wagte - und damit auch weg von den Noten. Mittlerweile streicht, zupft und sägt sie (auch singend) zu Schlagern, zu Weltmusik, Dinner Jazz und zu literarischen Texten. Ihrem stillvergnügten Streichquartett bleibt sie auch nach der Anschaffung einer singenden Säge und einem E-Bass-Cello treu. Spielt in der MHD-Band.

Marc Inti – ständiger Gast
Der Deutschbolivianer entdeckte früh seine Liebe zur Bassgitarre – als in der Schulband ein neuer Bassist gesucht wurde, ließ er das Klavier links liegen und stellte schnell fest, dass das eine gute Entscheidung war. Marc Inti ist ein musikalischer Freigeist, wie man ihn selten findet – Jazz in all seinen Ausprägungen studierte er intensiv, hatte das Privileg, bei einigen der ganz Großen nicht nur in die Schule, sondern anschließend auch gleich mit ihnen auf Tour zu gehen. Seine musikalische Praxis lässt weder HipHop noch die No Angels aus, schließt westafrikanische Musik ebenso wie südindische ein. Er tourt mit der irischen Bluesrocklegende Eamonn McCormack und mit dem Elektronikpoptrio Team Davis und der deutsch-indischen Weltmusikformation Triotonos.

Torsten de Winkel – ständiger Gast
Hat sich seinen Ruf als einer der "komplettesten Gitarristen weltweit" in den letzten 30 Jahren zu großen Teilen außerhalb Deutschlands, vorwiegend in den USA erarbeitet. Hat mit vielen Größen des internationalen Jazz gearbeitet, auch den Blues und die Popmusik nie verachtet – Namen wie Pat Matheny, Joe Zawinul und Whitney Houston umreißen die Bandbreite. De Winkel gehört zu den Initiatoren des Bimbache openART Festival auf der kanarischen Insel El Hierro und des hier wirkenden Human Condition Projekts, das Künstler_innen und Wissenschaftler_innen verschiedenster Traditionen und Gattungen zusammenführt, um Wege für eine kulturell und ökologisch nachhaltige Gestaltung des Zusammenlebens auf unserem Planeten zu erkunden und aufzuzeigen.

(pm/dok)


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