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08.02.2015 17:10 Alter: 8 Monat(e)
Kategorien: Kultur

Nachbericht zum Programm „Tilt“ von Urban Priol

Urban Priol wurde unter anderem durch die Sendung „Neues aus der Anstalt“ bekannt. Mit gewohnt scharfer Zunge, Wortwitz und Scharfsinn wettert er in seinem neuen Programm und Jahresrückblick „Tilt“ gegen alles und jeden.


Der gebürtige Aschaffenburger mit seinen einzigartigen optischen Markenzeichen, Sturmfrisur und Hawaihemd, kritisiert das aktuelle Geschehen in Politik und Gesellschaft schonungslos und unerbittlich. So traurig manchmal die Themen sind, gelingt es Priol gemeinsam mit seinem Publikum das Weltgeschehen mit Humor zu betrachten. Das Programm ist lustig, spannend und lehrreich zugleich.


Lieblingsopfer für Priols Spitzen ist wie in jedem seiner Programme die Bundeskanzlerin. Er bezeichnet Merkel als Volksanästhesistin, unbeflecktes Verhängnis und als Physikerin, die weiß wie man spaltet. 

Priol mokierte sich darüber, dass die Kanzlerin Uli Hoeneß Respekt dafür zollte, dass er seine Strafe akzeptiert hatte. Priols Meinung nach müssten wir eigentlich, wenn wir schwarzfahren und danach unsere Strafe bereitwillig bezahlen, ebenfalls Respekt von der Kanzlerin einfordern. 
Einige weitere witzige Aussprüche zum Thema Kanzlerin: „Die Kanzlerin regiert mit Krücken“ das ist nichts Neues, vielmehr etwas, das wir schon lange wussten.“
„Wenn man die Kanzlerin auf den Kopf stellt nehmen ihre Mundwinkel ein Lächeln an.“
„Immer wenn Merkel sagt „dafür stehe ich ein“ müsste man eigentlich in Panik verfallen, da immer wenn sie das gesagt hat, genau das Gegenteil passiert ist.“
„Wir hinterlassen der neuen Generation keine Schulden nur Kosten. Das nennt man heute ausgeglichenen Haushalt.“


Aber auch andere Politiker bekommen ihr Fett weg: Seehofer bezeichnet Priol als „Alpen Taliban“, Von der Leyen als letzte funktionstüchtige Blendgranate und die große Koalition als eine Interessenvertretung der Generation 65+.

Herrlich auch Priols Auflistung der lustigsten Vorschläge des Jahres: Die Durchführung des Vorschlages für ein Gesetz das gebieten soll, zuhause nur mehr deutsch zu sprechen wird laut Priol vor allem für die Bayern sehr schwer. Bei der CSU müssten seiner Ansicht nach sowieso alle Reden mit Untertiteln versehen werden. 

Auch die Idee, die Sommerzeit abzuschaffen, nimmt Priol aufs Korn: „Jetzt wo die Sache endlich richtig Spaß macht, dass die Tage etwas länger sind und man abends noch gemütlich bei Licht im Freien sitzen kann, genau jetzt will der pflichtbewusste Deutsche die Sommerzeit abschaffen. Ein weiteres Zeichen dass der Deutsche seine Arbeit am allerwichtigsten nimmt. Morgens früh aufstehen, arbeiten, arbeiten, arbeiten und dann früh ins Bett. Kein Spaß.“



Natürlich ist auch die Bundeswehr Priol ein permanenter Dorn im Auge: „Die Bundeswehr hat nichts mehr womit sie Angst einflößen könnte außer die Verteidigungsministerin.“
„Unsere Generation ist mit „stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ auf die Straße gegangen. Heute werden unsere Forderungen spät aber doch erfüllt.“



Kirche und Religion bieten für Priol immer wieder wunderbares Material, um sie aufs Korn zu nehmen. Johannes Paul II wurde heiliggesprochen: Der Grund dafür: Der Wunder TÜV, also die Wunderprüfstellenkommission hat den Polen Paule auf Grund zweier Wunder für würdig befunden.“

Einige weitere witzige Aussprüche zum Thema Religion: 
„Ist es nicht eine Ironie des Schicksals, dass radikale Islamisten in einer Druckerei enden, obwohl sie die Pressefreiheit abschaffen wollen?“ 
„Wenn man heute sagt „Grüß Gott“ führt das unweigerlich zu der Frage „welchen“?



Noch ein paar der besten Aussprüche aus Priols Programm: 
„Das Grundgesetz wurde 65, es ist also in Rente gegangen.“ „Die Rente ist scheinbar nur dann sicher, wenn man sie Pension nennt.“ 
"Lothar Matthäus hat das fünfte Mal geheiratet und wieder so ein junges Ding, dass seine Kinder aus erster Ehe sich über ein neues Geschwisterchen freuen können."
"Wahrscheinlich ist die verschwundene Air Malaysia auf der Rollbahn des Berliner Großflughafens sicher gelandet. Nur weiß das keiner, da das der letzte Ort ist wo man damit rechnet."



Urban Priol versucht, die Menschen zum Nachdenken zu bewegen, dadurch etwas zu verändern und reißt so sein Publikum mit. 1982 stand Priol erstmals auf der Bühne. Mit „Neues aus der Anstalt" startete er gemeinsam mit Georg Schramm eine neue Sendung. Ab 2010 lief die Anstalt mit neuem Partner Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig.
Seit 2014 startete er in Kooperation mit Emmanuel Peterfalvi alias Alfons die neue Sendung im ZDF „Ein Fall fürs All“.


Text und Fotos: Dr. Lydia Polwin-Plass


Urban Priol ist mit neuem Programm in Hessen unterwegs am:


Freitag, 20. März 2015 / 20:00 Uhr, 
Kurhaus im Park, 
Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden



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