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21.03.2014 13:43 Alter: 8 Monat(e)
Kategorien: Kultur

Lyrik und Musik im Rahmen der Reihe "JETZTMusik!"


Sprache sei das Haus des Menschen, schrieb Heidegger. Und Musik ist „Sprache wo Sprachen enden“, dichtete Rilke. Zwischen beiden ist die Poesie, deren Musik in den Zeilen liegt. Und so fragt die Lyrikerin Ursula Krechel: „Singen Gedichte?“

Die Beziehung zwischen Lyrik und Musik ist nicht mehr wie bei den alten Griechen, als sie zur Lyra vorgetragen wurde. Und die Lyrikerinnen Ursula Teicher-Maier und Marina D’Oro sind weder Sappho noch Slammerinnen. Sie schreiben im Hier und Heute. Zusammen mit den Musikerinnen Susanne Resch (Sax) und Gunilda Wörner (Cello) loten sie immer wieder das Verhältnis der beiden Gattungen aus. Verändert die Musik den Text? Wie? Und wie verändert der Text die Musik? Zwischen beiden entsteht im gelungenen Fall eine Art Dialog, ein Sicheinfügen, Aneinanderreiben, eine Enge und Vertrauthaut, die im nächsten Augenblick wieder fliehen kann. „Dann verändert die Musik das Zeitgefühl für den Text, die Musik dehnt sich im subjektiven Zeitgefühl aus, drängt den Text zur Seite.“ (Krechel)

2012 haben die Musikerinnen und Lyrikerinnen ausgewählte Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit auf CD gebrannt. Am 22. März, einen Tag nach dem internationalen Tag der Poesie, präsentieren sich die Vier live und gehen mit allen Sinnen auf einander ein, voneinander weg.

In Kooperation mit der Luise-Büchner-Gesellschaft beginnt die Live-Präsentation „wie von sinnen“ um 20:00 Uhr.
Die beteiligten Musikerinnen: Susanne Resch – Saxophon, Gunilda Wörner – Cello
Die Lyrikerinnen: Marina D’Oro, Ursula Teicher-Maier.
Ort: Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Eintritt 5,- Euro

(dom)


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