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21.01.2013 00:00 Alter: 6 Monat(e)
Kategorien: Kultur

"Gesangs"-Praxis im Stalburg Theater


© Alfredo de Laat

© Alfredo de Laat

© Alfredo de Laat

© Alfredo de Laat

© Alfredo de Laat

Was vor Weihnachten in der Frankfurter Romanfabrik begann, wird ab Dienstag, 22. Januar,  im Stalburg Theater fortgesetzt. Die „Operation Cole Porter oder Das Lied von der Leber und andere Gesundheitsgesänge“ bringen Doktor Krittel, Bühnen-Alter ego von Christian Golusda, und Martin Lejeune, alias Praxisassistentin und ehemalige OP-Schwester Fräulein Martina, mit ebenso viel Praxis-Wissen wie künstlerischer Eingebung und Umsetzung auf die Bühne.

Mit der Haltung eines „famosen Mediziners“ kommt Doktor Krittel auf die Bühne und legt los, von den Erlebnissen in seinem Praxisalltag zu berichten. Dabei schlüpft er von einer Rolle in die nächste, nutzt dafür ein Jackett, einen Schirm oder einen Hut, die er ganz beiläufig vom Kleiderständer nimmt, wird zum hüftleidenden Patienten und simuliert unnachahmlich „Knorpelschwund ist für dieses Knirschen wohl der Grund“. Zuschauerinnen und Zuschauer werden mit der Frage nach der individuellen Prothese unverzüglich in das Bühnengeschehen einbezogen.

Gleich einem Chansonier nimmt er Arzt und Patient mit liebevoller Ironie auf die Schippe. Schwester Martina, in Gesundheitssandalen und Nägel feilend, unterstützt ihn dabei perfekt – vor allem mit dem virtuos gespielten Euphonium (einer Mini-Tuba) und mitreißenden Gitarrensoli, die der Jazzer perfekt beherrscht. Immer dabei sind Cole Porters Songs, bereichert um Marilyn Monroe-, Zarah Leander- und andere Gesangspersiflagen.
 
Auch wenn es um eher missliche Umstände wie psychische Probleme, ein Burn Out zum Beispiel oder gar einen Notfall mit Todesfolge geht, um die Sparmaßnahmen der kassenärztlichen Vereinigung oder all die Probleme und Problemchen des Praxisalltags, Doktor Krittel nimmt mit seiner musikalischen Linie die Spur auf und lässt mit Mimik und Gestik keine Zweifel daran, ein Meister seines Fachs – sowohl des medizinischen wie des darstellerischen – zu sein. Er tanzt mit seinem Arztkittel zu „Night and Day“ und kommt mit „True love“ zu spät zu einem Notfall. Seine legere Stimme und Haltung bringen sowohl die 20er und 30er Jahre als auch seine Erfahrungen als Arzt für Psychiatrie auf die Bühne und regen das Publikum sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken an. Cole Porters „Let’s do it“ veranlasst Doktor Krittel zum Aufruf an sein Publikum „Tun Sie es – es sollt mich freuen!“ – wann, wenn nicht jetzt, in die Zukunft zu blicken.
Die „Standing Ovations“ nach der zweistündigen Show sind ihm und seinem begnadeten Musiker gewiss.

Von und mit:
Doktor Krittel: Christian Golusda  (Stimme, deutsche Texte)
Fräulein Martina: Martin Lejeune (Instrumente und musikalische Arrangements)
Regie : Manfred Roth 
Vocal Coach: Amy Leverenz
Skript: Christian Golusda und Manfred Roth

Die nächsten Termine sind: Dienstag, 22. Januar, Sonntag, 10. Februar, Montag, 25, Februar, Dienstag, 19. März und Dienstag, 9. April, jeweils um 20 Uhr. 

Stalburg Theater, Glauburgstr. 80, Frankfurt-Nordend, Tel: 069/256 277-44, Fax -43, info@stalburg.de



Telefonisch zu erreichen: Montag bis Freitag von 14 bis 22 Uhr, Samstag von 16 bis 22 Uhr, Sonntag von 17 bis 22 Uhr.

Oder im Stalburg Theater Laden, Spohrstr. 39 (Ecke Nordendstraße), 60318 Frankfurt.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14 bis 19 Uhr,
Samstag von 16 bis 19 Uhr,
Sonntag & Feiertag geschlossen.

Text: Sonja Lehnert

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