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13.04.2015 00:00 Alter: 2 Monat(e)
Kategorien: Ideenreich

Mit der Fähre in die Dünen


Blick auf die Schwanheimer Uferseite - mit Seifenblasen am Himmel.

Blick auf die Schwanheimer Uferseite - mit Seifenblasen am Himmel. © Dörthe Krohn

Die Fähre transportiert Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Fahrräder. Einzelfahrt Erwachsene: 70 Cent, Fahrrad: 30 Cent.

Die Fähre transportiert Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Fahrräder. Einzelfahrt Erwachsene: 70 Cent, Fahrrad: 30 Cent. © Dörthe Krohn

Kiefern in bizarren Formen.

Kiefern in bizarren Formen. © Dörthe Krohn

Gräser vor einem Baumstamm.

Gräser vor einem Baumstamm. © Dörthe Krohn

Der Bohlenweg darf nicht verlassen werden, um die Flora und Fauna der Schwanheimer Düne zu schützen.

Der Bohlenweg darf nicht verlassen werden, um die Flora und Fauna der Schwanheimer Düne zu schützen. © Dörthe Krohn

Auf den Baumrinden nehmen Flechten und Moose Platz.

Auf den Baumrinden nehmen Flechten und Moose Platz. © Dörthe Krohn

Die Schwanheimer Dünen sind nach wie vor einen Besuch wert. Da uns heute ein Leser, vier Jahre nach Veröffentlichung unseres Artikels, nach einer aktuellen Führung fragte, stellen wir die Info gerne für alle ein.

Am 2. Mai von 14 bis 17 Uhr führt Diplombiologin Heidi Wieduwilt vom BUND Frankfurt unter dem Thema "Die Schwanheimer Dünen zwischen gestern und morgen" durch das einzigartige Fauna-Flora-Habitat- und Naturschutzgebiet. Treffpunkt: Haltestelle "Alter Friedhof Schwanheim" der Buslinie 51 unter der Schwanheimer Brücke, Dauer: ca. 3 Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Artikel vom 7. März 2011:

Zwischen 1880 und 1890 entstand eine der wenigen europäischen Binnendünen nämlich die Schwanheimer Düne in ihrer heutigen Form. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht man sie beispielsweise vom Frankfurt-Höchster Main-Ufer aus mit der Fähre „Walter Kolb“ des Fährunternehmens Rudolf Kollath.

Ein bisschen wie im Urlaub kann man sich fühlen, beim Übersetzen und beim Spaziergang durch die Düne auf Bohlenwegen, um die gefährdete Vegetation zu schonen. Auf sandigem Boden wachsen Silbergras, Bauernsenf, Sand-Grasnelke, Becherflechte und weitere Arten. Im äußeren Bereich: Nachtkerzen, Natternkopf, Dach-Trespe und Zwerg-Filzkraut. Kiefern winden sich in wunderlichen Gestalten, bedeckt mit allerlei Moosen und Flechten. Noch zu sehen, aber bedroht, ist die Dornflechte, die auf dem nährstoffarmen Sand gedeiht. 1984 wurde die Schwanheimer Düne Naturschutzgebiet, 2003 ein geschütztes Flora-Fauna-Habitat nach EU-Richtlinie. Den Wegrand säumen erklärende Tafeln.

Während der letzten Eiszeit wurden große Gesteinsmengen im Main zu Sanden zerrieben. Winde verwehten die Sandablagerungen zu Dünen, auf denen nach der Eiszeit Wälder wuchsen. Durch Schädlinge, Sturm und Rodung sowie dem gescheiterten Versuch, Kirschbäume auf der Schwanheimer Düne zu kultivieren, lag sie brach und begann zu wandern – bis zu ihrem heutigen Standort. Durch Sand- und Kiesabbau entstanden einige Teiche unter anderem das Revier des Angelsportvereins 1925 Frankfurt-Höchst. In die „Martinsgrube“ wurden Aale, Karpfen, Forellen, Barsche, Hechte, Zander, Brassen, Rotaugen und Rotfedern ausgesetzt. Alle anderen Teiche, u.a. die „Schmitt'sche Grube“, sind eingezäunt und unzugänglich. Insekten, Frösche, Teichrohrsänger, Enten, Blesshühner, Haubentaucher und Graureiher haben in der Düne, südöstlich des Industrieparks Höchst gelegen, auf einer insgesamt rund 60 Hektar großen Schutzfläche, ihr Zuhause.

Die Schwanheimer Düne grenzt an Schrebergärten und Obstwiesen. Auch zu Pferde dürfen manche Wege genutzt werden. 

Die Schwanheimer Düne ist Station 5 des Fahrradrundwegs um den Industriepark Höchst

Kostenlose Wanderkarte für den Frankfurter GrünGürtel

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Text: Dörthe Krohn

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