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23.02.2011 00:00 Alter: 11 Monat(e)
Kategorien: Ideenreich

Lebendige Bilder in Zwiesprache mit der Natur


Fünf Menschen, am ganzen Körper bemalt, bilden im Liegen einen Kreis auf einer Wiese.

© Rosel Grassmann

Mann und Kind

© Rosel Grassmann

"Tupfeln" in jedem Alter.

© Rosel Grassmann

Korrespondenz mit der Natur.

© Rosel Grassmann

Bodypainting ist eine Sache, Lebendige Bilder eine andere. Die Künstlerin Rosel Grassmann wendet sich in ihrer Arbeit den Lebendigen Bildern zu, nutzt die Körperbemalung und gibt ihnen den Kontext in der Natur, der sie zum Strahlen bringt. Doch nicht allein das bringt die „Einzigartigkeit zum Strahlen“, wozu Grassmann ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder auffordert, sondern auch die Arbeit mit sich selbst, der Tanz, das Hinhören auf sich und das, was aus dem Inneren letztendlich an Farben und Formen auf die Haut gelangt.

Die Naturvölker sind die Pioniere der Körperkunst

Körperbemalung ist eine der ältesten Künste der Menschheit. Körper wurden bemalt, um den Körper zu schmücken, um vor äußeren Einflüssen wie Dämonen und Magie aber auch ganz profan vor Insekten zu schützen, als Trauer-, Tarnungs- oder Kriegsbemalung. Diese Rituale ziehen sich durch sämtliche Kulturen der Erdteile. Beginnend bei den Indianern Amerikas über die Stämme in Afrika, die Geishas in Japan und über religiöse Riten in Indien und Nepal bis zu den UreinwohnerInnen Australiens und Neuseelands.

Der „digitalisierte“ Mensch unserer Tage hat die Erdung der Naturvölker weitgehend verloren. „Bemalungen“ finden als Make-up statt, als Happening bei Großveranstaltungen oder werden werbewirksam eingesetzt. Wo aber findet der/die Einzelne den Raum, Lust an Farben und Formen zuzulassen? „Ich gebe dir den Schutz, zu sein, der du bist und dich in dir selbst zu Hause zu fühlen“, sagt Grassmann und tut damit gleichzeitig ihre Philosophie kund. Die Menschen, die zu ihren Workshops und Tupfeltagen kommen, kommen nicht einfach zum Fototermin, sondern haben viele Stunden oder Tage Zeit und Raum, sich wieder besinnen zu können auf sich und auf die Natur. Es ist die kleine Pause, die statt in der Wellness-Oase unter freiem Himmel stattfindet. Mit Spaß und Freude am Ausdruck, aber auch mit einer gewissen Abenteuerlust lässt es sich gut innehalten im Rad der Zeit.

Workshop oder Tupfeltag

Wie sieht er aus, der Tag oder die Tage der Farben und Formen? „Das Innere kommt durch den Tanz heraus“, sagt Grassmann und beginnt mit Bewegung und kreativen Übungen das „Warming-up“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden unter ihrer Anleitung locker. Beginnen Spaß daran zu finden, sich mit Farben zu „verkleiden“ und in die neue Haut zu schlüpfen. „Sie stellt die Verbindung zwischen dem Inneren und dem, was dann auf die Haut kommt, her“, so Grassmann. Beim Tupfeltag werden Hals, Kopf, Schultern und Dekolleté unter Anleitung bemalt und an ausgesuchten Orten in der Natur in Szene gesetzt, wo dann die wunderschönen Fotografien entstehen. Gruppen ab drei Personen, Paare, Familien, Freunde und Teams finden sich dafür zusammen und verbringen einen Tag gemeinsam beim Malen, Essen und Trinken. Bemalungen in der Schwangerschaft, komplett oder nur der Bauch, werden fotografisch festgehalten.

Workshops für die Ganzkörperbemalung dauern drei oder vier Tage, Unterkunft und Verpflegung sind inbegriffen. Die bunten Menschen begleitet Rosel Grassmann als Künstlerin zu den gefundenen Plätzen in der Natur. Mit einem sensiblen Gespür für den verwandelten Menschen und den Ort entstehen seelenvolle Momente: alleine, zu zweit oder zu mehreren. Grassmann sagt über sich: „Mein Metier ist Körperbemalung und Fotografie unter Einbeziehung von Körper, Geist und Seele.“.

Sichtbares Ergebnis, wenn die Farbe – dermatologisch getestet – schon längst von Haupt und Haar geduscht ist, sind wunderschöne Fotografien, die Betrachterinnen und Betrachter in ihren Bann ziehen. Sie sind einzigartige Geschenke oder Kunstwerke für beeindruckende Ausstellungen.

Rosel Grassmann studierte Innenarchitektur und stimmte sich schon während des Studiums mit den Schwerpunkten Fotografie und Psychologie auf ihre zukünftige Berufung ein, arbeitete aber auch mehrere Jahre als Bauleiterin eines großen Unternehmens. Es folgten Make-up Art und Ausdruckstanz sowie ein sechsjähriger Aufenthalt in den USA, die die Basis für ihr heutiges Tun bilden. Neben Körperbemalungen und ihrer fotografischen Inszenierung bietet Grassmann auch Shootings ohne Bemalung für ganz besondere Fotos an. Einzelpersonen, Familien, Freunde und Paare finden in einer freundlichen Umgebung die Atmosphäre, die schöne Aufnahmen gelingen lässt.

Weitere Informationen: www.wildernessbodypainting.de

Termine Sommer 2011 für Tupfeltage und Porträt Fotografie:
So 5. Juni in Darmstadt
So 26. Juni in Darmstadt
Ferientermine nach Vereinbarung möglich
So 24. Juli  in Darmstadt

Text: Sonja Lehnert

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