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30.08.2010 00:00 Alter: 12 Monat(e)
Kategorien: Ideenreich

Gold mit Goldlot löten


Foto von Sabine Langhans. Auf grünem Tüll präsentiert die Goldschmiedin einen Kettenanhänger aus ihrer Kollektion.

© Sabine Langhans

Foto von Sabine Langhans. Ein feiner Ring aus der Werkstatt der Goldschmiedin ist auf grünen Tüll gezogen.

© Sabine Langhans

"Wir haben als Kinder schon im Laden meiner Eltern mit Schmuck gespielt", erzählt die Goldschmiedin Sabine Langhans. Jetzt arbeitet sie im eigenen Atelier, zieht auch hier ein Schublädchen nach dem anderen auf, zeigt Zangen, Bohrer und Feilen und demonstriert, wie mit den Werkzeugen in Miniaturformat ein am Ende des Arbeitsprozesses glänzendes Schmuckstück entsteht. Ihr Vater war Uhrmacher, ein Beruf, bei dem es auf 100stel mm Genauigkeit ankommt. "Bei den Goldschmieden sind es nur 10tel mm. So viel wie man eben noch sehen kann", sagt sie augenzwinkernd.

Langhans hat die Zeichenakademie in Hanau besucht, die als Berufs-, Berufsfach- und Fachschule für Edelmetall gestaltende Berufe eine der ältesten Goldschmiedeausbildungsstätten Europas ist. Sie führt ihren Ursprung auf die im Jahr 1772 von Hanauer Gold- und Silberschmieden initiierte und durch den in Hanau residierenden Erbprinzen Wilhelm IX. von Hessen-Kassel als „Academie der Zeichenkunst“ gegründete "Zeichenschule" für Handwerker zurück. Heute werden Plastisches Gestalten, Prägen, Pressen und Gravieren sowie gegenständliches Zeichnen, Aktzeichnen, Technisches Zeichnen, Landschafts- und Naturzeichnen gelehrt. Neben der handwerklichen Grundausbildung lernte Langhans Entwurfskonzepte gestalterisch und technisch umzusetzen. Schaut man heute in ihre Skizzenbücher sieht man Skizzen und Zeichnungen, die an Leonardo da Vincis Studien erinnern.

Das Atelier der Goldschmiedin kombiniert einen Ausstellungsraum mit der Werkstatt. Dort arbeitet sie mit Schmirgelpapier, Lötpistole und Hängebohrmotor, misst mit der Schieblehre millimetergenaue Abstände ab und reißt mir der Anreißnadel Linien auf Edelmetall an, um daraus später die Ringschienen auszusägen. In zahlreichen Musterbüchern sind ihre Arbeiten katalogisiert und jede Kundin und jeder Kunde kann sich davon inspirieren lassen. Schmuckstücke, die im Atelier ausgestellt sind, finden dort regelrecht ihre "Trägerin oder Träger". Die individuelle Beratung steht dabei immer im Vordergrund. Noch persönlicher ist es natürlich, wenn ein Schmuckstück selbst hergestellt wird. Und auch damit kann die engagierte Goldschmiedin dienen. Sie gibt Kurse im Volksbildungsverein Hofheim. Im Sommer tauscht sie das Rhein Main Gebiet gegen die Toskana und lässt im südlichen Ambiente ihre Ideen und die der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprießen.

Kontakt: sabine.langhans@workofgold.de

Text: Sonja Lehnert 

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