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21.05.2015 00:17 Alter: 3 Monat(e)
Kategorien: Ideenreich

Ein Gartenfest für die Sinne

Pfingsten steht vor der Tür und mit dem langen Wochenende auch eines der schönsten Gartenfeste der Region. Mit dem „Fürstlichen Gartenfest“ öffnet Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda seine Tore.


Lieblingsplatz: Kräutergarten

Rückblick auf vergangene Gartenfeste

Passender Hintergrund für das Gartenfest der Sinne - Schloss Fasanerie

Eine Oase der Ruhe ist auch die Mauer des Obstgartens

Jeder kann seinen Lieblingsplatz in der Fantasie aufsuchen – er existiert vor allem im Kopf

Nobler Shuttle zum Schloss

Das Sonderthema in diesem Jahr heißt „Lieblingsplätze“ und ist so vielversprechend, dass vor dem inneren Auge lauschige Veranden, romantische Mauernischen, luftige Plätze unter Apfelbäumen und weich gepolsterte Liegen im schattigen Licht auftauchen. Petra Hirsch, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL), erklärte dieses Phänomen mit dem Bedürfnis der Menschen, in der Natur – ob frei wie in Wald und Feld oder angelegt in Parks – Ausgleich, ohne den sie gar nicht existieren könnten, zu finden. Und dabei gibt es ihn gar nicht: den Lieblingsplatz. Wir müssten ihn uns erarbeiten meint die Gartenplanerin und spricht von der individuellen Uhrzeit, der Blickrichtung  und dem Gefühl der Geborgenheit, den uns unser ganz persönlicher Lieblingsplatz bieten soll.

In Schloss Fasanerie kann das zum Beispiel auch der Kräutergarten sein, der schon in den Jahren zuvor ein Besuchermagnet war. Auch in diesem Jahr wurde er wieder mit Neuheiten ergänzt. Eine Oase der Ruhe ist auch die Mauer des Obstgartens. Hier legte vor drei Jahren die Gartenarchitektin Ute Wittich einen Mustergarten an, der von Jahr zu Jahr üppiger blüht. Die Ton-in-Ton-Bepflanzung mit Allium, Rosen und Clematis findet ihr Gegenüber entlang des purpurfarbenen Stegs und der in diesem Jahr davor aufgestellten zahllosen Liegestühle derselben Farbe.

Gute Beratung von Fachleuten
Erfahrene Gartengestalterinnen und -gestalter werden auch in diesem Jahr ihr Wissen in vielen Vorträgen weitergeben und unter anderem darauf hinweisen, dass Orte des Wohlgefühls, die man gerne aufsucht, nicht unbedingt zufällig entstehen. Dem Gestalter öffentlicher und privater Gärten, Tobias Mann, gelingt es, ästhetische Blickfänge und Refugien der Ruhe zu kreieren. Beim Fürstlichen Gartenfest lässt er die Zuhörerinnen und Zuhörer daran teilhaben. Auch Hildegunde Henrich weiß als Landschaftsarchitektin Rat auf der Suche nach dem „Wohlfühl-Ort“. Und Micky Remann, Professor der Bauhaus-Universität Weimar, stellt in seinem Vortrag die einzigartige Weidenbaukunst vor.

Praktische Beispiele gibt es für Lieblingsplatzideen reichlich beim Gartenfest im Schloss. Nicht zuletzt auch von den Gewinnern des Schaugartenwettbewerbs, Paul Kuhnert und Jennifer Krauspe. Der Wettbewerb war für Planungsbüros und Hochschulen ausgeschrieben und von den beiden Studenten der TU Dresden gewonnen worden. Pro Semester müssen die Studierenden an einem großen Projekt arbeiten. Für den „Lieblingsplatz“ qualifizierten sich die beiden nicht nur mit der Umsetzung ihrer Vorstellung von einem solchen Platz, sondern setzten einfach voraus, dass es DEN Lieblingsplatz gar nicht gibt. Und richteten gleich drei davon aus der Fantasie- und Märchenwelt ein. Denn „jeder kann seinen Lieblingsplatz in der Fantasie aufsuchen – er existiert vor allem im Kopf.“ Und so entstanden ihre „Traumblasen“, die sowohl schrill wie bei „Alice im Wunderland“ als auch mystisch wie in alten Sagen und  märchenhaft wie bei „Frau Holle“ aus dem Grün des Gartens auftauchen.

Schönes für den Garten – und die Seele
Als profane Verkaufsausstellung kann das Fürstliche Gartenfest wahrlich nicht bezeichnet werden. Ja, Dinge können gekauft werden. Ja, Hersteller werben für ihre Produkte. Doch welcher Schöngeist, welche Liebhaberin schöner Dinge umgibt sich nicht gern mit dem, was dem Wohlbefinden zugute käme. Ein Fest der Sinne, voller Farben, Düfte und Formen, bei dem man viel Lernen kann, Kraft durch Schönes schöpft und mit neuer Kreativität in den eigenen Garten, auf die Terrasse, den Balkon – und vielleicht mit dem ein oder anderen Requisit – zurückkehrt, gut gelaunt, wie von einem erholsamen Urlaubstag.

  • Das Fürstliche Gartenfest findet von Freitag, 22. Mai, bis Montag, 25. Mai 2015, in Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda statt.
  • Öffnungszeiten sind Freitag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr, Montag von 10 bis 18 Uhr.
  • Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.
  • Ermäßigt zahlen Schwerbehinderte, Schüler und Studenten bis 30 Jahre 12 Euro.
  • Gruppen ab 20 Personen zahlen  im Vorverkauf 12 Euro pro Person.
  • Eine Dauerkarte kostet 28 Euro.


Die Schirmherrschaft hat wie in jedem Jahr Landgräfin Floria von Hessen übernommen.

Eine Neuheit in diesem Jahr ist der kostenlose „fürstliche“ Shuttle von Fulda aus. In einer Kooperation stellt Mercedes-Benz die Modelle Citan, Vito und V-Klasse in elegantem Schwarz und edlem Silber zur Verfügung, um Besucherinnen und Besucher im 15-Minuten-Takt von der Mercedes-Benz Niederlassung Fulda, vom ZOB, Bahnhof Fulda und Am Kreisel in Bronnzell – Fasaneriestraße zum Schloss Fasanerie und zurück zu bringen.

Text und Fotos: Sonja Lehnert


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