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05.03.2018 19:13 Alter: 166 Tag(e)
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Marc Andeya-Trefny – Ein Ausnahmekünstler mit vielen Talenten

Der Maler, Komponist und Mitbegründer des weltweit bekannten Wiener Klaviertrios, Marc Andeya-Trefny, überzeugt mit seinem ganz besonderen Malstil. Die außergewöhnlichen Bilder des Allroundtalents verzaubern und bleiben nachhaltig im Gedächtnis.


Urklänge von Marc-Andeya-Trefny

Marc-Andeya-Trefny

Evolution of Beauty

Uralte Fragen

Mondnacht

Ziel (alle Bilder Marc Andeya-Trefny)

Die Bilder animieren zum Träumen, regen gleichermaßen zum Nachdenken an und entführen den Betrachter in phantastische aber auch schmerzlich reale Welten.
Marc Andeya-Trefny wurde als Sohn des Schauspielerpaares Karl Trefny und Hermelinde Trefny im Jahr 1966 in Wien geboren. Marc studierte Violoncello und Klavier am Konservatorium der Stadt Wien und Malerei an der Kunsthochschule Kassel. Unter dem Namen Marcus Trefny spielte er dreizehn Jahre lang als Mitbegründer und Cellist des Wiener Klaviertrios in allen wichtigen Veranstaltungssälen und Ländern der Welt. Unzählige Tourneen führten ihn quer durch Europa, Amerika, Afrika, Japan und China. Andeya-Trefny konzertierte als Solocellist der Wiener Kammerphilharmonie und der Österreichisch-Ungarischen Haydnphilharmonie. Er gastierte regelmäßig im Wiener Musikverein, der Londoner Wigmore-Hall, der Carnegie-Hall/NewYork, bei der Schubertiade Schwarzenberg, dem Carinthischen Sommer, den Wiener Festwochen, dem Festival Aix en Provence, der Mozartwoche Salzburg, den Beethoventagen Bonn, dem Kammermusikfestival in Kuhmo/Finnland und den Festivals in Ottawa, Toronto und Lanaudiere.

Für seine virtuosen Auftritte erhielt Marc Andeya-Trefny unter anderem den Brucknerpreis der Wiener Symphoniker und das Dr. Karl-Böhm-Stipendium der Wiener Philharmoniker. „Als Mitglieder des ‚Wiener Klaviertrios‘ wurden wir auf der ganzen Welt als Kammermusik-Shootingstars gefeiert. So etwas fühlt sich natürlich großartig an,“ erinnert sich der Künstler.


Schicksalsschläge veränderten sein Leben –
nun steht die bildende Kunst im Vordergrund


Doch dann trafen den Künstler einige schwere Schicksalsschläge: Andeya-Trefny erlitt eine Lähmung in seiner linken Hand - eine typische Streicherkrankheit, die bereits für viele namhafte Musiker das abrupte Aus ihrer Karriere bedeutete. So auch für Andeya-Trefny. Zunächst versuchte er noch weiterzumachen, indem er sich seine Notenparts auf ein Vierfingersystem umschrieb. Auf Dauer schädigte dies seinen Schulter-Armbereich aber so gravierend, dass er auf dem Höhepunkt seiner Karriere einen Schlussstrich ziehen und schweren Herzens seinen Triokollegen seinen Ausstieg verkünden musste. Gleichzeitig ging auch noch seine damalige Ehe in die Brüche. Dazu Marc: „Es war eine enorme Belastung. Alles, was ich mir damals aufgebaut hatte, brach über Nacht zusammen. Über 100 Konzerte spielte ich weltweit jedes Jahr, um plötzlich als unvermittelbarer Fall für‘s Arbeitsamt abgestempelt zu werden. Und dann, in der schlimmsten Phase, auch noch der Zusammenbruch meiner Familie. Doch zum Glück gibt es immer wieder neue Chancen im Leben.“
Als freischaffender Künstler stand der Musiker tatsächlich mit einem Mal vor dem Nichts. Doch er war sich der enormen Vielfalt seiner künstlerischen Talente durchaus bewusst und gab nicht auf. Der Allrounder verlagerte seine Tätigkeit ab sofort mehr auf die bildende Kunst - und das mit großem Erfolg.

Für den Künstler begann eine Zeit reger Ausstellungstätigkeit. Unter anderem kreierte er Installationen in der Wiener Stadthalle und dem Wiener Rathaus, gestaltete einen Erlebnisparcours auf Schloss Laiben und präsentierte seine bildnerischen Arbeiten im ‚Art-Club‘ der Wiener UNO-City.
Gemeinsam mit dem Duftkünstler Yogesh rief Marc Andeya-Trefny im Jahr 2001 das Projekt SENSART – Die Kunst der Sinne ins Leben. Durch die künstlerische Symbiose von Yogeshs Duftkreationen mit Andeya-Trefnys Malerei, Musikkompositionen und Lyrik ermöglicht SENSART eine völlig neuartige Verschmelzung sinnlicher Wahrnehmungen. „SENSART war wirklich ein überraschendes Projekt. Mehrere Sinne gleichzeitig anzusprechen ist eine meditative Angelegenheit, darüber hinaus kann diese Art Kunst, wie es der Primar der Sozialpsychiatrie des AKH anlässlich einer SENSART- Ausstellung formuliert hat, eine äußerst heilsame Wirkung entwickeln.“
1991 erhielt Andeya-Trefny das Diploma d’ Onore der Accademia Chigiana/Siena. Sein Projekt SENSART wurde 2005 von der Wiener Wirtschaftskammer ausgezeichnet.

2007 übernahm Andeya-Trefny dann im Auftrag des Landes Niederösterreich die künstlerische Leitung der Malakademie Niederösterreich/Tulln. Dort kuratiert er auch seit 2011 die alle zwei Jahre stattfindende Gemeinschaftsausstellung „Kunst im Tullner Raum“. Zudem gab der Künstler Meisterkurse in London, Helsinki, Kanada und den USA.
Marc Andeya-Trefnys Bilder sind beeindruckend und außergewöhnlich. Sie haben einen klaren Wiedererkennungswert und häufig auch tiefere Botschaft. Der Künstler setzt meist auf eine Mischung aus Ölmalerei, Zeichnung und Collage und kombiniert unterschiedlichste Materialien wie Sand, Metall, diverse Knetmassen, Pappe und Papier.
Auch die Musik hat immer noch Platz im Leben des Allround-Talents
Die Gemälde und Zeichnungen Andeya-Trefnys sind von speziellen Musikstücken inspiriert. „Während des Malens oder Zeichnens höre ich immer Musik, die meine Bildinhalte maßgeblich mitbestimmt, ja, selbst mit der farblichen Gestaltung nehme ich Bezug auf den Charakter und die Klangfarben des entsprechenden Musikstücks. Auf diese Weise wird der künstlerische Prozess für mich zu einem ungemein facettenreichen und tiefgreifenden Erlebnis,“ so Marc.

Neben dem Malen komponiert Andeya-Trefny erfolgreich Theater- und Filmmusik. Unter seinen kompositorischen Arbeiten ein Kindermusical für die Komödienspiele Porcia und zahlreiche Vertonungen von ORF-Produktionen. Seine Diskographie umfasst elf CD-Veröffentlichungen.
„Die Musik hat für mich nach wie vor einen extrem hohen Stellenwert und ich bin dankbar, dass ich mich diesbezüglich auch weiterhin entfalten kann und darf,“ erklärt Andeya-Trefny.


Und das ist immer noch nicht alles

Denn zu all seinen Bildern schreibt Marc Andeya-Trefny auch Gedichte. Deren Themen und Stimmungen beziehen sich sowhl auf die visuellen Inhalte seiner Gemälde als auch auf die entsprechende Musik. Manchmal sind sie auch Resultate nahezu abstrakter Assoziationsketten.
„Bild und Gedicht stellen für mich eine lebendige Symbiose dar, weshalb ich sie auch sehr gerne in Kombination präsentiere,“ so Andeya-Trefny.
In Kürze darf man sich auf die Veröffentlichung zweier Romane des Ausnahmekünstlers freuen.


Hier einige der nächsten Ausstellungstermine:

Von 16. bis 30. März 2018 sind seine Bilder unter dem Motto ‚Die Dyamik der Stille‘ in der Galerie ‚Eine ARTGalerie‘ in Mödling zu sehen – ein Gemeinschaftsprojekt mit der renommierten Keramikkünstlerin Brigitte Saugstad.
Vernissage: Freitag, 16. März, ‚Eine ARTGalerie‘, 2340 Mödling, Fleischg. 6.
Finissage: Freitag, 30. März.

Von 29. November bis 9. Dezember 2018 stellt Andeya-Trefny seine Werke – wiederum gemeinsam mit Künstlerkollegin Brigitte Saugstad – im KUNST.WERK St. Pölten aus.

Vernissage: 29. November 2018, 19 Uhr
Linzer Straße 16, 3100 St. Pölten.
Webiste des Künstlers: https://www.marcandeya-trefny.com/
Facebookseite: https://www.facebook.com/marc.andeyatrefny


Privates Glück

Marc Andeya-Trefny hat übrigens noch einmal geheiratet und lebt seither glücklich mit seiner Frau, der Schauspielerin Christina Trefny, und seinem Söhnchen Raphael zusammen.

Für seine Frau Christina schrieb er folgendes Gedicht:

MÄRZSONNE

Heut Nacht,
als meine alten Wunden aufbrachen,
warst du da, um sie zu pflegen,
und die Märzsonne deiner Zärtlichkeit
vertrieb die Schneestürme aus meinem Herzen.
          
Weder weiß ich,
ob die eisstarren Phantome meiner Vergangenheit
nun für immer gebannt sind,
noch vermag ich den Zeitpunkt zu erahnen,
da mein Geist wieder deiner heilenden Strahlen bedarf.
 
Doch eines ist gewiss, Liebste:
Auch ich werde deine Märzsonne sein,
wenn immer du frierst.
© Marc Andeya-Trefny

Text: Dr. Lydia Polwin-Plass



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