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21.10.2012 00:00 Alter: 5 Monat(e)
Kategorien: Heilquelle

Zumba® – Südamerikanische Tanzfitness bewegt die Welt


Ninja Pfeffermann und ihr „La Niña“-Team (von links): Andrea, Ninja, Britta und Alex. © Christin Lilge

Ninja Pfeffermann und ihr „La Niña“-Team (von links): Andrea, Ninja, Britta und Alex. © Christin Lilge

Alex‘ Kurs hatte eine Menge Spaß beim Zumben. © Christin Lilge

Alex‘ Kurs hatte eine Menge Spaß beim Zumben. © Christin Lilge

Bei Zumba® tanzt man nicht auf der Stelle. So auch bei Alex, der sich auf der Tanzfläche mit flotten Moves unter seine Schülerinnen mischte. © Christin Lilge

Bei Zumba® tanzt man nicht auf der Stelle. So auch bei Alex, der sich auf der Tanzfläche mit flotten Moves unter seine Schülerinnen mischte. © Christin Lilge

Zumba® (umgangssprachlich spanischer Ausdruck für „sich schnell bewegen und Spaß haben“) ist ein sogenanntes Tanzfitness-„Work Out“-Programm für Körper und Geist und basiert auf einer mehrgestaffelten Philosophie. Dabei stehen bei tanzähnlichen Schritten die Freude sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden an oberster Stelle. Desweiteren sorgen die abwechselnden Musikrichtungen und Schritte für neue Bewegungsabläufe während des Trainings und stärken das Herz-Kreislauf-System sowohl von Anfängerinnen und Anfängern als auch langjährigen Zumba®-Tanzenden. Unterteilt in acht spezifische Zumba®-Kurse [siehe auch die Übersicht] findet fast jeder bewegungsfreudige Mensch unabhängig von Alter, Kondition und Geschlecht die für ihn passende Art, sich „fit zu feiern“, so die Beschreibung auf der Zumba®-Homepage. Das Programm besteht aus Tanz- und Aerobic-Elementen aus über 14 Musikstilen wie Hip-Hop, Bollywood-  und Bauchtanz-Elementen, südamerikanischen Rhythmen wie Merengue, Salsa, Samba, Flamenco, Mambo und klassischen Gruppenfitness-Elementen. An dieser Tanzfitness nehmen laut der offiziellen Firmenhomepage bereits über 14 Millionen Menschen an über 14.000 Standorten und in mehr als 150 Ländern teil. Mittlerweile ist der Trend, durch Freude am Tanzen seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden etwas Gutes zu tun, auch in Hessen angekommen. So auch seit 2011 im Studio „La Niña“ in Taunusstein-Bleidenstadt unter der Leitung der Zumba® Instructorin Ninja Pfeffermann.

Gespannt warten die circa 14 Zumba®-Kursteilnehmerinnen während der ersten Takte der von dynamischen Latino-Rhythmen begleiteten Trainingseinheit auf ihren Einsatz. Dann beginnen die ersten Aufwärmungsübungen durch Kursleiter (Zumba® Instructor) Alex. Seinen Schülerinnen die Zeit gebend, sich in die fetzigen Klänge hinein zu fühlen, gibt er zunächst eine kurze einfache Schrittfolge im mäßigen Tempo vor. Von seinem Tanzpodest hat Alex selbst die Tänzerinnen in der hintersten Reihe gut im Blick. Erst wenn alle Kursteilnehmerinnen dem Rhythmus problemlos folgen können, nimmt er Schritt für Schritt weitere Choreografie-Elemente dazu und kombiniert diese mit Armbewegungen. Der Zumba®-Philosophie, Spaß an effektiver Bewegung, entsprechend, werden die einzelnen Choreografie-Schritte nicht abgezählt, sondern gehen nach einigen Wiederholungen automatisch in ein beschwingtes Bewegungsgefühl über.

Das beim südamerikanischen Lebensstil durchaus vertraute Temperament beim Tanz wirkt in der europäischen Region häufig ungewohnt. Dennoch: Zunächst noch angespannt, huscht den Tänzerinnen nach mehrmaliger Wiederholung der rhythmischen Bewegungsabfolgen ein zufriedenes Lächeln übers Gesicht. Für Alex und seine Instructor-KollegInnen ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Teilnehmerinnen für diese Trainingsstunde erfolgreich ihrem Alltag sowohl mental als auch körperlich entfliehen konnten.

Grundsätzlich hat das Zumben nicht zuletzt aufgrund der gleichmäßigen Bewegung und des individuellen Trainings des gesamten Körpers eine positive Auswirkung auf die menschliche Gesundheit. So werde laut einem Interview mit dem  Universitätsprofessor Dr. Perikles Simon an der Universität Mainz auf www.gesundheit.de der Kalorienverbrauch beim Zumba® in der Regel auf circa 300 bis 600 Kalorien pro Stunde geschätzt. Laut Professor Simon stellt Zumba® eine komplexe Anforderung an den menschlichen Bewegungsapparat dar, wodurch sowohl die großen als auch die kleinen Muskelgruppen (zur Stabilisierung des Rumpfes) angesprochen werden. Die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems sei geringer als beim flotten Dauerlauf, die Intensität des die Koordination schulenden Trainings sei jedoch bemerkenswert. Ein Vorteil beim Zumba®-Training in Kombination mit Diäten ist laut Simon der Erhalt sonst durch alleinige Diät verschwindende Muskelmasse, dennoch müsse die Ernährung zusätzlich umgestellt werden.

Natürlich spielt für Alex‘ Kursteilnehmerinnen der gesundheitliche Aspekt eine große Rolle, dennoch ist sicher bei den meisten besonders die ausgeprägte Freude an Bewegung die größte Motivation. So auch bei Teilnehmerin Sina. Die 33-Jährige schätzt beim Training wie viele der anderen Kursteilnehmerinnen, dass im „La Niña“ (Studio für Bewegung und Freude) keinesfalls das Schreckgespenst Fitnessstudio lauert und eher eine angenehme Überschaubarkeit überwiegt. Auch das Gästebuch auf der Homepage des Studios  ist voll von positivem Feedback. So dankt Nic Studioinhaberin und Instructorin Ninja Pfeffermann für die neuen Eindrücke ins Aqua-Zumba®, während Manu gleich von einem „Suchtfaktor“ spricht. Stephanie hätte sich bei anderen Sportarten nicht allein in den Kurs getraut und wurde laut eigener Angaben für ihren Mut, sich auf Zumba® einzulassen, belohnt.

Aber auch Ninja Pfeffermann selbst legt viel Wert auf Feedback. Sie geht gerne im Anschluss an ihre Kurse mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch, steht in ihrem eigenen Gästebuch jedoch auch öffentlich voll und ganz zu ihrem Team mit den Instructoren Britta, Anna-Lena, Andrea und Alex, „die richtig Gas geben und auf die ich stolz bin!“. Stolz ist die Team-Chefin auch auf ihr eigenes „La Niña“-Studio in der Kurt-Schuhmacher-Straße 28 in Taunusstein-Bleidenstadt. Seit ihrem dritten Lebensjahr ist sie laut eigener Worte „dem Tanzen verfallen“ und vom Tanzen jeglicher Art begeistert. Als ehemalige Trainerin einer regionalen Carneval Verein-Showtanzgruppe und mehrfach beim Gardetanz auf der Bühne stehend, entdeckte sie für sich im letzten Jahr die Zumba®-Tanzfitness. Daraufhin beschloss Pfeffermann, selbst die für die Trainer-Scheine erforderlichen Lizenzen zu erwerben. Mittlerweile ist die 26-Jährige lizensierte Trainerin für Zumba® (Fitness), Zumba Gold ®, Aqua Zumba® und Zumbatomic® und stellte fest, dass das Angebot an Zumba®-Trainingsmöglichkeiten außerhalb des Fitnessstudios und grundsätzlich in Taunusstein sehr gering waren. Auf der Suche nach Räumlichkeiten wurde sie anfangs in einem Tanz- und Ballettstudio in Taunusstein-Hahn fündig, dessen Räume auf Dauer zu eng wurden. Ihr kleines Tanzreich „La Niña – Bewegung und Freude“ hat Ninja Pfeffermann in ehemaligen Büroräumen in der Kurt-Schuhmacher-Straße  gefunden.

Mit reinMein sprach die 26-Jährige Zumba®-Teamchefin über die Tanzfitness im „La Niña“, und ihre Zukunftspläne.

reinMein (rM): Ninja, es gibt ja kaum einen Tanzstil, den Sie nicht kennen. Wie kamen Sie ausgerechnet auf Zumba®?

Ninja Pfeffermann (NP): Aufgrund eines Aushangs in einem Wiesbadener Fitnessstudio ging ich zu einem dort angebotenen Zumba®-Kurs und war auf Anhieb begeistert. Das lag aber auch an der  tollen Trainerin, sodass ich im Training sehr viel Spaß hatte. Zudem war ich aufgrund eines Unfalls im Jahr 2006, bei dem meine Rückenwirbel sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden, auf der Suche nach einer Tanzsportart, die mir Spaß macht, aber auch meinem Körper gut tut ohne mich extrem verausgaben zu müssen. Ab diesem Zeitpunkt ging ich zweimal die Woche ins Studio und stellte fest: Zumba® ist eine Lebenseinstellung mit besonderem Flair, das Aerobic zum Beispiel nicht hat. Meine gute Laune und der Spaß an Zumba® haben sich nie gelegt, sondern nur noch gesteigert. Seit dem 4. April 2011 bin ich nun lizensierte Zumba®-Trainerin.

rM: Was ist Ihnen als Zumba®-Trainerin wichtig, Ihren Kursteilnehmern zu vermitteln?

NP: Mir und meinem Team ist es grundsätzlich wichtig, den Teilnehmern das Gefühl zu geben, im Mittelpunkt zu stehen. Für eine Stunde aus dem Alltag zu fliehen, sich vom südamerikanischen Tanzgefühl mitreißen zu lassen und sich auch nach dem Kurs noch geistig und körperlich wohl zu fühlen, ist ebenso wichtig.

rM: Wie bringen Sie Ihre hauptberufliche Tätigkeit als Verkaufsberaterin, Ihren Nebenberuf als selbstständige, freiberufliche Zumba®-Trainerin und ihr Privatleben unter einen Hut?

NP (lacht): Der Vorteil ist, dass ich Zumba® lebe. Ich kann mich gänzlich mit dessen Philosophie identifizieren, liebe das Tanzen und bin sehr gerne mit Menschen zusammen. Meine hauptberufliche Tätigkeit ist mir sehr wichtig, die ich auch nicht aufgeben möchte. Meine rare freie Zeit verbringe ich mit meiner Familie und meinem Partner. Da ich sehr viel Zeit in Zumba® investiere, genieße ich meine seltene Auszeit beim Saunieren oder beim Wellness-Tag.

rM: Wie kamen Sie eigentlich an die Räumlichkeiten ihres kleinen Studios und woher hat das „La Niña – Bewegung und Freude“ seinen Namen?

NP: Der Name meines Studios besteht aus einer Wortspielerei meines Vornamens und der Herkunft des Zumba® entsprechenden spanischen Wortes la niña [Anm. d. Red.  für Deutsch: die Schwester]. Mein Studio ist jedoch kein Fitness- und kein Tanzstudio, sondern ein Studio für Bewegung und Freude. Ich bin seit Dezember 2011 durch Beziehungen an die ehemaligen Büroräume gekommen und froh, dass ich diese ohne nicht allzu großen Renovierungsaufwand beziehen konnte. Aus Platzgründen suche ich jedoch größere Räumlichkeiten, da ich derzeit nur einen Raum mit einer Kapazität von 12 Teilnehmern plus Trainer/in zur Verfügung habe.

rM: Wie hat sich Ihr Team formiert?

NP: Mein Team besteht aktuell aus fünf Leuten. Andrea kenne ich von gemeinsamen Hip-Hop-Tanzstunden. Sie fragte mich, ob sie bei mir Kurse geben könne. Ich freue mich, wenn ich anderen (angehenden) Trainern mein bisheriges „Know How“ weitergeben kann. Britta wird zukünftig Zumba Fitness®-Kurse anbieten, Anna und Andrea Toning und Santao-Kurse für den Muskelaufbau. Alex, unser derzeit einziger männlicher Trainer, kommt extra aus Frankfurt und hat seine Zumba®-Laufbahn bei mir gestartet.

rM: Was macht Ihr Zumba®-Konzept aus?

NP: Wer bei mir oder meinem Team ins Training geht, ist vertraglich nicht gebunden, wie es zum Beispiel in einem Fitnessstudio überwiegend der Fall ist. Das heißt, die Teilnehmer bezahlen vor Ort direkt die Stunde, die sie auch wirklich wahrnehmen. Wer sich länger im Zumba® ausprobieren will, kann bei mir 10er oder 20er Karten erwerben. Ich biete aber auch ein Special „3 Monate all u can Dance“ (für alle bei mir angebotenen Zumba®-Arten so oft man in diesem Zeitraum möchte) für nur 130 Euro an. Wer Zumba® noch gar nicht kennt, kann kostenlos eine Schnupperstunde nach Wahl besuchen, sollte sich aber vorher bei mir anmelden.

rM: Welchen Zumba®-Kurs unterrichten Sie besonders gerne?

NP: Mehr als der „normale“ Fitness-Kurs fasziniert mich der Gold-Kurs, da dieser die gesellschaftliche Zwischengruppe aus Älteren, Einsteigern, Schwangeren und auch körperlich  beeinträchtigten Menschen abdeckt. Diese sind oftmals sehr dankbar, dass sie bei diesem Zumba®-Kurs die Möglichkeit haben, etwas Gutes für Körper und Geist zu tun.

rM: Welchen Kurs empfehlen Sie Anfängern und körperlich beeinträchtigen Menschen im Rollstuhl?

NP: Für Anfänger und Wiedereinsteiger ist, wie es auch offiziell von Zumba® empfohlen wird, der Gold-Kurs aufgrund seines langsameren Tempos und der nicht so lauten Musik geeignet. Für Rollstuhlfahrer empfehle ich ebenfalls den Gold-Kurs. Weniger den im Sitzen abgehaltenen Sentao-Kurs, da dieser auch mit Beindehnübungen am Stuhl abgehalten wird. Das geht natürlich nicht bei demjenigen, der die Beine nicht einsetzen kann.

rM: Für wen ist Zumba® Tanzfitness absolut nicht geeignet?

NP: Wer absolut keine Freude an der Bewegung hat, ungerne mit Leuten zusammen ist und keine laute lateinamerikanische Musik mag, sollte sich lieber einen anderen Sport suchen. Weiterhin sollten Zumba®-Interessierte nicht zu selbstkritisch mit sich sein, sonst hat derjenige mehr Stress als Spaß an der Bewegung.

rM: Haben Sie Zumba®-Erfinder „Beto“ mal persönlich getroffen?

NP: Ja, ich habe ihn zuletzt auf einer Convention [Versammlung] in Orlando, Florida (USA) gesehen. Wie mein Team und ich lebt auch Beto das Gefühl, dass die Mittänzer und nicht der Instructor im Vordergrund stehen. Er gibt sich sehr volksnah. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass man ihn bei Kopfhörern im Ohr besser nicht ansprechen sollte. (lacht)

rM: Auch in der Rhein-Main-Region finden immer wieder sogenannte Zumba®-Partys statt. Wie war Ende September die letzte Zumba-Party im Bürgerhaus in Mainz-Kastel, auf der Sie als Instructor aktiv mitgewirkt haben?

NP: Auf der Party waren circa 190 Leute und wir hatten total viel Spaß! Für mich war das besondere an dieser Party die familiäre Atmosphäre. Wir waren ein Super-Team und die Teilnehmer standen zu 100 Prozent im Mittelpunkt.

rM: Wie ist die Resonanz auf Ihre Kurse  und welche Altersstruktur haben diese in der Regel?

NP: Konstant gut. Mein Aqua-Kurs steht von den Teilnehmern her. Kapazitäten frei sind hingegen noch beim Zumbatomic®-Kurs für die Vier- bis Siebenjährigen. Die Teilnehmer der restlichen Kurse sind in der Regel zwischen 16 und 50 Jahren, davon jedoch derzeit noch meist Frauen. Trainierende Männer sind bei Zumba® eher zurückhaltend. Ich biete jedoch auch gerne Kurse außerhalb von „La Niña“ an. Ich komme auf Anfrage sehr gerne in Kindergärten, Schulen oder auch in Firmen und Altenheime.

rM: Was sind Ihre Zukunftsprojekte, was Ihr Zukunftswunsch?

NP: Ich träume davon, möglichst ab Januar 2013 die am „La Niña“ angrenzende Halle dazu zu nehmen und damit mehrere (Parallel)Kurse mit dem Maximum von 25 Teilnehmern anbieten zu können. Sobald dieses Projekt in trockenen Tüchern ist, erweitere ich meine Lizenzen. Bei erfolgreichem Abschluss wird auch das „La Niña“-Eingangsschild um diese Angebote erweitert. Mein Zukunftswunsch ist es, eines Tages ganz von meiner Arbeit als Zumba®-Instructor im „La Niña“ leben zu können.

rM: Die letzte Frage: Welche Tipps geben Sie Zumba®-Interessierten für das Training mit?

NP: Natürlich gibt es die sogenannte Zumba® Wear [Anm. d. Red. englisch für Kleidung], die man im Shop in Heusenstamm erwerben kann. Das ist jedoch für die Teilnehmer keine Pflicht. Wichtig ist, dass sie sich in ihrer Trainingskleidung wohlfühlen. Mein Tipp ist jedoch darauf zu achten, dass die Sportschuhe festen Halt bieten und  kein zu großes Eigengewicht haben. Die Sohlen sollten auch so beschaffen sein, dass man sich auf diesen problemlos drehen kann. „Nike“ ist da durchweg eine gute Marke. Was die Motivation betrifft, empfehle ich jedem Kursteilnehmer grundsätzlich, regelmäßig zu kommen. Sonst hat auch das Zumba®-Training – wie bei allen anderen Sportarten auch- nicht den gewünschten Erfolg.

Weitere Informationen zu Ninja, ihrem vielseitigen Zumba®-Trainingsangebot sowie ihre Kontaktdaten sind im Internet unter http://www.zumba-mit-ninja.de zu finden.

Kurze Zumba®-Geschichte – aus einem Missgeschick entsteht eine produktive Idee:

Anfang der 1990er Jahre wurde das Zumba®-Konzept vom Tänzer, Choreografen und bekannten Fitnesstrainer Alberto „Beto“ Perez in Kolumbien erfunden. Aus einem anfänglichen Missgeschick mit Latin Salsa- und Merengue-Musikkassetten entwickelte sich eine weltweite Erfolgsgeschichte unter dem registrierten Warenzeichen der Zumba® Fitness LLC (Limited Liability Company). Circa 2001 brachte „Beto“ das Tanzfitnessprogramm Zumba ® Fitness in die USA und machte aus der Kombination Tanz und Fitness zusammen mit den kolumbianischen Unternehmern Alberto Perlman und Alberto Aghion einen Kult. Sie gründeten ihre Firma Zumba® Fitness und ließen das Wort Zumba® als Marke schützen. Um ihr Konzept weltweit bekannt zu machen, veröffentlichten sie erste DVD’s (die bis heute Zumba® Trainern als Grundlage für ihre individuell gestalteten Kursinhalte dienen). Zumba® Fitness expandierte mit Kleidung und Zubehör sowie Musik-CD’s. Aufgrund der großen Nachfrage wurde im Jahr 2005 die Zumba Academy ™ zur Ausbildung zukünftiger Trainer gegründet. Drei Jahre später gehörte die Heim-DVD-Fitnessreihen „Zumba® Fitness Total Body Transformation System“ zu den bestverkauften Heim-Fitness-DVDs aller Zeiten. Beim Programm stellt „Beto“ auch die Zumba®-Stars Tanya Beardsley und Gina Grant vor. Zu den neusten Zumba®-Produkten gehören Videospiele für Plattformen wie Wii und Playstation.

Übersicht der acht geläufigen Zumba®-Kurse:

Zumba® (Fitness) = Ein Basis-Tanzfitnesskurs in Kombination mit Aerobic zu kraftvollen Latino-Rhythmen  und internationalen Beats bei höherer Lautstärke und schnellerem Tanztempo.

Zumba Gold ® = Dieser Kurs geht ein auf die Bedürfnisse älterer Teilnehmer, derer mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit (zum Beispiel nach Operationen) sowie Schwangerer. Aufgrund geringerer Lautstärke  und des mäßigeren Tanztempos ist dieses Angebot für Sportneulinge und Wiedereinsteiger gut geeignet.

Zumba® Toning = kombiniert zielgerichtete Körperformungsübungen und hochintensives  Ausdauertraining. Bei den mit sogenannten Toning-Sticks (Minihanteln, ähnlich der mexikanischen Rasseln (Maracas)) zu Zumba®-Rhythmen ausgeführten Übungen werden die Zielzonen Arme, Bauch, Gesäß und Oberschenkel trainiert.

Aqua Zumba® = Bei dieser Zumba®-Wassergymnastik werden das Herz-Kreislauf-System und die allgemeine Leistungsfähigkeit gestärkt.

Zumbatomic® = wurde extra für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren entwickelt und führt die jüngsten Zumba®-Tänzer kindergerecht an urbane Tanzstile wie Hip-Hop, Reaggaeton und Pop heran, um Koordination, Disziplin, Selbstvertrauen und Teamwork zu stärken.  Zumba® in the Circuit = macht die Übungsrunde in einem 30-minüten (statt 60-minütigen) Work-Out zur Musik wie Reggaeton, Salsa, Merengue, Soca und Hip-Hop komplett.

Zumba® Gold Toning = ist eine optimal Mischung zwischen den auf dem Fitnesskurs basierenden Choreografie-Elementen und Krafttraining mit den Toning Sticks.

Zumba Sentao™  = Bei dieser Tanzfitness werden die Choreografie-Elemente überwiegend im Sitzen durchgeführt und das Gleichgewicht trainiert.

Zumba® Chair = eine besonders für Rollstuhlfahrer abgestimmte Trainingsart.


Kurzerklärungen unbekannter lateinamerikanischer Musikstile

Cumbia =Afrokolumbianische Musikrichtung

Bhangra = Volkstanz aus den nordwestlichen Gebieten Indiens und Pakistans

Axé = afrobrasilianische Musikrichtung

Reggaeton = Musikrichtung, die unter anderem auf Reggae und Hip Hop aufbaut

Soca = karibische Musikrichtung


Quellen zum und weitere Informationen über das Thema Zumba® (eine Auswahl):
Persönliches Gespräch Studioleiterin und Zumba®-Instructorin Ninja Pfeffermann im „La Niña“. 5.10.2012, 18.15-19.30 Uhr.
http://www.zumba-mit-ninja.de(Ninja Pfeffermanns Zumba®-Homepage)  
http://www.zumba.com (ausführliche Homepage des Zumba® Fitness-Unternehmens)
Kathrin Mehner. Fitnesstrend Zumba. http://www.gesundheit.de/fitness/sport-bewegung/zumba (gesundheitliche Aspekte beim Zumba®)
http://www.zumba-rheinmain.de/shop/index.php?article_id=5 (Zumba®-Kleidungsshop in Heusenstamm)
http://www.livestrong.com/article/510868-zumba-chair-exercises/(auf Englisch gehaltene Seite mit Zumba Chair-Übungen für Rollstuhlfahrer)
Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=eaCPFjkhNBw&feature=related(Zumba Komplettübung als ersten Einblick)

Text und Interview: Christin Lilge

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