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< Ganzheitliche Farbberatung von Karin Hunkel
31.08.2010 00:00 Alter: 9 Monat(e)
Kategorien: Heilquelle

Landschaftsarchitektur als heilsame Gestaltung unserer Umgebung


Der Garten als Ort der Kraft.

© Ursula Lena Kastner

Die vier Elemente.

© Ursula Lena Kastner

Als ich vor über 20 Jahren als Landschaftsarchitektin zu arbeiten begann, standen vor allem funktionale und ästhetische Aspekte der Gestaltung im Vordergrund. Natürlich ist dies auch heute noch wichtig, aber sie werden immer mehr ergänzt durch die energetische oder spirituelle Wirkung, welche die Umgebung auf uns hat – und auf die es mir ankommt. Denn in der Energiearbeit mit Reiki, was ich neben der Landschaftsarchitektur praktiziere, fiel mir immer wieder auf, wie ganz feine Reize eine erstaunlich starke Wirkung entfalten können. Da lag die Erkenntnis, dass auch äußere Reize unserer Umgebung ähnlich wirken können, recht nah.

Die vier klassischen Elemente lassen sich vielfältig in der Gestaltung nutzen

Denn trotz aller Umbrüche, die unser modernes Leben mit sich gebracht hat, ist unsere menschliche Natur unverändert archaisch – und reagiert auf Klänge, Geruch oder Symbole sehr empfindsam. Vor allem die vier klassischen Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft lassen sich vielfältig in der Gestaltung nutzen für eine im Wortsinne "Landschaft der Seele". Ob es um Außenanlagen, öffentliche Gebäude, Schulen, Kindergärten, Bildungseinrichtungen, Wellnesshotels oder Wohnquartiere geht, überall lassen sich therapeutische und heilende Aspekte bewusst in die Gestaltung integrieren. Kinder reagieren auf diesen regenerativen Effekt übrigens besonders sensibel.

Oft wird mir die Frage gestellt, wie denn eine spirituelle Landschaftsgestaltung wissenschaftlich erklärbar sein solle, gerne auch verbunden mit der Vermutung, es handele sich hier um einen Hokuspokus, der auf reiner Spekulationen beruhe. Tatsächlich kann uns hier die Wissenschaft helfen, diese Vorgänge zu verstehen. In der Neurophysiologie und der Neuroendokrinologie hat man festgestellt, dass Wahrnehmungen und Gefühlsregungen mit der Ausschüttung bestimmter Botenstoffe im Gehirn verbunden sind. Genau diesen Effekt können und sollten wir nutzen, wenn es um die Gestaltung unserer Umgebung geht.

Entschleunigung im Garten

Das traditionelle Feng Shui beschreibt ebenfalls Rückschlüsse zwischen dem selbst erschaffenen Umfeld (Wohnraum und Garten) und dem körperlichen Zustand. Daher sollten wir die Bedeutung der Gestaltung von Garten und Landschaft und wie sie sich wiederum auf uns selbst auswirkt, nicht unter- schätzen. Mit der Wohnumfeldsituation bewirken wir mittelbare Effekte auf die persönliche Gesundheit und sogar auf die soziale Stellung – wie außen, so innen. Grundsätzlich kann man dabei allgemeine Gesetzmäßigkeiten und individuelle Bedürfnisse unterscheiden. Allgemein sinnvoll ist es für kreativ tätige Menschen zum Beispiel Bewegungselemente zu verwenden, am besten mit Wasser wie ein Springbrunnen. Wer an einer viel befahrenen Straße wohnt, wird seinen Garten am besten so gestalten, dass er „entschleunigend“ wirkt und die negativen Reize wie Lärm ab- dämpft und ausgleicht.

Es gibt verschiedene Formen der Kategorisierung von verschiedenen Menschentypen. In der griechischen Antike wurden die Temperamente gemäß den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft unterschieden, in China nach fünf Elementen und im indischen Ayurveda nach drei Haupttypen. Alle diese Zuordnungen sind in sich stimmige Systeme. Sie haben gemeinsam, dass ihren jeweiligen Typen auch bestimmte Schwächen oder Anfälligkeiten bestimmter Or- gane zugeordnet sind – zugleich aber auch Pflanzen und andere äußere Einflüsse helfen können, diese Schwächen auszugleichen. Das ist eine weitere Ebene, die bei der Gestaltung zu beachten ist. Wenn wir an die oben erwähnten Botenstoffe im Nervensystem denken, wird verständlich, wie diese Reize wirken.

Der Garten als Ort der Kraft

Im Winter ist die Jahreszeit des Innehaltens und Planens der nächsten Gartensaison. Zeit zum Überlegen wie ein eigener Kraftplatz aussehen könnte. Was spricht Sie besonders an? Für die individuellen Bedürfnisse gilt es, sich genau bewusst zu machen, was man will und was man braucht. Hier helfen Fragen weiter wie: Welche Aktivitäten entspannen Sie? Wollen Sie sich lieber bewegen – mit Sport oder bei der Gartenarbeit? Oder bevorzugen Sie eher nichts zu tun, genießen also ein lauschiges Plätzchen? Ästhetische Vorlieben zu berücksichtigen verstärkt die positiven Wirkungen. Hier kommt es auf Formen, Farben, Texturen, Gerüche, Klänge und vieles mehr an.Bleiben Sie klar und einfach, setzen Sie lieber weniger dafür aber authentische Materialien ein. Beachten Sie dabei auch die Lage: Ebene oder geneigte Fläche, windexponierter und windstiller Bereich, blickgeschützt oder einsehbar usw. Denken Sie an die Lichtverhältnisse, zu welcher Tageszeit nutzen Sie Ihren Freiraum?

Wenn es Ihnen gelingt, diesen individuellen Bedürfnissen in der Gestaltung erfolgreich zu entsprechen, wird der Garten zu einem wahren "Ort der Kraft", wie es die Indianer nennen, zu einem Platz der Regeneration. Gerade heute in einer Zeit, in der Eile, Druck und Reizüberflutung unseren Alltag belasten, benötigen wir einen Ausgleich, einen Ort, um uns wieder aufzuladen.

Text: Ursula Lena Kastner/Dr. med. Franz Jürgen Schell

Ursula Lena Kastner ist seit über 19 Jahren selbstständig tätig als Freischaffende Landschaftsarchitektin BDLA/AKH in den Bereichen der Objektplanung, Freiraumplanung, Bauleitplanung und Landschaftsplanung. Mit dem Ziel eine ressourcenschonende, ästhetisch anspruchsvolle, funktionale und alle Sinne ansprechende Planung für die kleinen und großen Freiräume zu kreieren. Kastner setzt sich mit dem Wellness- bzw. Gesundheitsaspekt städtischer und privater Grünräume auseinander, zumal sie seit Mitte 2008 Reikimeisterin und -lehrerin ist und nun auch energetische Heilungsaspekte durch gezielte Pflanzen und Materialauswahl in die Freiraumplanung integrieren möchte. Ihr Lebenspartner Dr. med. Franz Jürgen Schell, Arzt und Autor, unterstützt sie als medizinischer Berater bei frei- raumbezogenen Heilaspekten und kreiert Frei(T)räume in verbaler Form.

www.kastner-landschaftsarchitektur.de

 


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