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02.10.2010 00:00 Alter: 9 Monat(e)
Kategorien: Heilquelle

Ausgesprochen vielseitig: Sanddorn


Eine Farbenpracht und reich an Vitamin C - der Sanddorn.

© pixelio

Sanddorn wird in den Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns, Brandenburgs und auf Rügen systematisch angebaut, geerntet und verarbeitet.

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Über den ganzen Winter hinweg leuchten die orangeroten Sanddornbeeren – wenn sie nicht geerntet werden. Denn in den kleinen, festen Früchten steckt bis zu zehnmal mehr Vitamin-C als in Zitronen. Von unseren heimischen Wildfrüchten hat nur die Hagebutte mehr – aber Sanddorn kann mehr. Seine hochwirksame Kombination an Vitalstoffen macht ihn zu einem wichtigen Rohstoff für Nahrungs-, Körperpflege- und Heilmittel. 

Kein Wunder, dass Sanddorn in den kargen Nachkriegszeiten ein wichtiges Nahrungsmittel war und in der zitrusfrüchtearmen DDR seit Ende der 60er Jahre kultiviert worden ist. Inzwischen gibt es in allen Reformhäusern und Biosupermärkten eine Auswahl an Sanddorn-Säften, Joghurts, Fruchtaufstrichen und -schnitten und Körperpflegeprodukten. Sanddorn ist nicht nur sehr gesund er riecht und schmeckt auch sehr angenehm fruchtig-frisch, ein bisschen nach Orange, mit der Sanddorn gern kombiniert wird.

Ursprünglich aus Nepal stammend, wird die Wildfrucht in Deutschland vor allem in den Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns, Brandenburgs und auf Rügen systematisch angebaut, geerntet und verarbeitet. Hier gibt es oft spezielle Produkte, z.B. Likör oder Seifen, die sich bequem im Internet bestellen lassen (z.B. bei www.naturprodukte-mv-shop.de oder www.sanddornfamily.de u.v.a.). 

Roh wären die Früchte natürlich am gesündesten, aber da sind sie fast ungenießbar, außerdem müssen sie nach der Ernte sehr rasch weiterverarbeitet werden. Am wertvollsten sind die reinen Sanddornsäfte und -öle, in denen die ganze Frucht mit Schale und Kernen verwendet wird. Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, haben einen sehr hohen Anteil Carotine und vereinigen praktisch den gesamten Vitaminkomplex (Vitamin E, Beta-Carotin, Gerbstoffe, sogar Vitamin B12, das sonst überwiegend in Fleisch vorhanden ist) in sich.

Sanddorn war als entzündungshemmendes Heilmittel schon im alten Tibet bekannt und zwar ohne Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Drei Esslöffel reiner Sanddornsaft täglich stärken das Immunsystem und wirken infektionshemmend. Bei  Blasenentzündungen sollen stündlich zwei Teelöffel Sanddornsaft und nach dem Abklingen noch mindestens einen Monat täglich zwei Teelöffel eingenommen werden. 

Das fette Sanddornkernöl wirkt gefäßabdichtend, kreislaufanregend und blutstillend und hilft bei Magen-Darm-Beschwerden. Äußerlich dient es zur Wundbehandlung, bei Verbrennungen, Sonnenbrand und Akne und – gegen vorzeitige Hautalterung. Hoch konzentriertes Sanddorn macht die Haut weich, geschmeidig und widerstandsfähiger, verringert Faltenbildung und Alterung. Fast alle großen Hersteller von kbA-Körperpflegeprodukten haben daher Duschgele, Bade- und Körperöle, Shampoos,  Pflegemilch, Bodylotion, Handcreme, Reinigungsmilch, Gesichtsgel, Feuchtigkeitscreme und -fluid, Balsam, Tages-, Nacht-, Lifting- und Augencreme im Angebot. Allerdings erfährt man bei diesen Produkten selten, wo der Sanddorn herkommt, und wie viel Sanddorn nun wirklich drinsteckt.

Das ist anders bei den Internet-Anbietern. Die Firma BioPräp z.B. (www.biopraep.de), die sich selbst als Pionier des Sanddornöles und seiner Verwendung in der Naturkosmetik bezeichnet, stellt ihre Artikel aus wild wachsendem Sanddorn aus der Mongolei her. Hier gibt es u.a. auch Produkte für die Babypflege und Öle für die innere Anwendung. CMD-Naturkosmetik (www.cmd-natur.de) verwendet Sanddorn aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg und hat speziell für anspruchsvolle und Mischhaut die Pflegeserie „Sandorini“ entwickelt. 

Der hochwertige Rohstoff ist relativ teuer. Wer deshalb lieber selbst ernten will, darf das nur im eigenen Garten, denn Sanddorn steht in Deutschland unter Naturschutz. Das robuste Wildobst ist aber problemlos und pflegeleicht. Die sommergrünen Sanddornhecken brauchen viel Platz und Licht, dann werden sie bis zu fünf Meter breit und hoch. Das dichte Astwerk dient vielen Vogelarten als Nistgehölz und Unterschlupf, die Beeren als wertvolle Winternahrung. Da sich Sanddorn ähnlich rasch ausbreitet wie Bambus, ist es ratsam, eine Wurzelsperre einzusetzen. Die ersten Sanddornfrüchte gibt es nach sechs bis acht Jahren und lassen sich, je nach Sorte, von Mitte August bis in den November ernten. Tipps zum Anbau von Sanddorn gibt es bei www.mein-schoener-garten.de; Sanddornpflanzen z.B. bei www.sandorado.de.

Text: Iris Junker

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