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29.04.2014 14:41 Alter: 3 Monat(e)
Kategorien: Gesellschaft

Kul.tour gegen EU-USA-Freihandelsabkommen startet im Rhein-Main-Gebiet


Am 2. Mai bricht in Fulda die Attac-Kul.tour gegen das geplante EU-USA-Freihandelsabkommen auf. Über Frankfurt, Darmstadt und viele weitere deutsche Städte tourt die Roadshow bis Berlin. Neben prominenten Unterstützern wie Konstantin Wecker oder den Kabarettist_innen Urban Priol, Luise Kinseher, Arnulf Rating und Christoph Sieber treten Künstlerinnen und Künstler der jeweiligen regionalen Szene auf: u.a. Bands, Poetry-Slamer_innen und Schauspieler_innen. Informationen zum TTIP-Abkommen (TTIP=Trade and Tarif International Partnership) gibt’s jeweils von Attac-Sprecher_innen und Redner_innen anderer Organisationen, die sich darin einig sind: TTIP muss gestoppt werden!

"TTIP bedeutet einen Angriff auf soziale, ökologische und rechtliche Standards dies- und jenseits des Atlantiks – und auf die kulturelle Vielfalt. Zudem würde das mitverhandelte Klagerecht für Konzerne gegen Staaten das Recht auf fatale Weise privatisieren", sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Koordinierungskreis des globalisierungskritischen Netzwerks auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann und Kabarettist Arnulf Rating in Berlin. Sie wird beim Fuldaer Kul.tour-Auftakt mit Kabarettistin Uta Köbernick, Kabarettist Stefan Waghubinger, der Band „Zehn Meter Feldweg“, Klarinettentönen, Liedern aus der afrikanischen Seele und weiteren Acts inhaltlichen Input beisteuern.

Was die weitgehend geheimen TTIP-Verhandlungen betrifft macht sich die deutsche Kunst- und Kulturbranche u.a. Sorgen um die Buchpreisbindung, die spezielle Art der Finanzierung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, Fördermittel und das Urheberrecht. "Darum wehrt sich der Deutsche Kulturrat gegen das Abkommen – zusammen mit Globalisierungskritikern und Umweltschützern. Wir arbeiten mit wachsendem Erfolg daran, die verschiedenen Proteststränge stärker miteinander zu verbinden", erklärte Olaf Zimmermann.

In Frankfurt haben sich u.a. das Theater Willy Praml, die Kammeroper, das Freie Schauspiel Ensemble sowie das Jazz-Duo Michaela Neuwirth und Mathias Schabow der Attac-Kul.tour angeschlossen. Die große Anti-TTIP-Party mit zahlreichen Mitwirkenden findet am 3. Mai von 12 Uhr bis 16.30 Uhr an der Frankfurter Hauptwache statt. Mit von der Partie ist auch der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Christoph Sieber, der Samstagabend mit seinem Programm „Alles ist nie genug!“ in der „Käs“ auftritt.

Einen Tag später wird der Kul.tour-Tournee-LKW mit Aktions-Equipment in Darmstadt in der Bessunger Knabenschule erwartet. Hier wird es ab 16 Uhr bis in die Abendstunden Zauberei, Trommeln, politische Lieder, Rezitationen, Poetry Slam, Reggae-Funk, Filme und Diskussionen zum transatlantischen Freihandelsabkommen geben.

„Wir wollen da mitreden. Es geht um fast 50 Prozent des Welthandels. Ich möchte nicht, dass irgendwelche Lobbyloddel bestimmen, was bei uns auf den Tisch kommt“, begründete Arnulf Rating sein Kul.tour-Engegement. Weitere Argumente gegen TTIP und die Kul.tour-Daten gibt es hier: http://www.attac.de/kultour

(reinMein/dok)

 


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